Aktuelle Presse- und Veranstaltungs-Hinweise

Herbst in den Rieselfeldern

Wenn die Sonne nicht lacht, dann müssen wir uns an dem sonnigen Gelb der Herbstlaubfärbung erfreuen. Das Wetter macht dem trüben November alle Ehre und zeigt sich von einer wechselvollen Seite. Nach trüben Tagen mit Nieselregen wird uns am Freitag (17.11.2017)  wieder sonniges Wetter „versprochen“.

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Graugänse am Rieselfelder Herbsthimmel

Vielleicht könnte dies wieder ein Vogelzugtag werden und uns einige Kraniche über dem Münsterland bescheren. Auch der vergangene Montag (13.11.2017) war ein Kranich-Reisetag. Nur die im Laufe des Mittags auffrischenden westlichen Winde „drückten“ das Zugereignis wieder weiter zum Osten des Münsterlandes ab. Immerhin wurden ca. 330 Kraniche über dem Südosten von Münster gesichtet, wie man der online Vogel-Meldeplattform „ornitho.de“ entnehmen kann. Weitere, mehr als 1000 Kraniche zogen, nach Auskunft des Koordinators der Zugzahlen für Nordrhein-Westfalen, Herrn Manfred Röhlen, östlich von Münster über Nordrhein-Westfalen nach Süden.

Am Samstag, den 18.11.2017, ist entsprechend den Wettervorhersagen nicht mit Kranichzug zu rechnen. Dafür gibt es aber mit Sicherheit eine öffentliche Führung für „Jedermann“ durch das Naturerlebnisgebiet der Rieselfelder. Der zweistündige kostenfreie Spaziergang startet um 14 Uhr an der Biologischen Station Rieselfelder Münster, Coermühle 181. Wer ein Fernglas hat, sollte es bitte mitbringen.

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Von gelben Ahornblättern eingerahmte Hagebutten. Wenn man so will, ein Bild der Saisonspeisekarte vieler Vögel. Vor allem dornenbewehrte Sträucher mit Früchten sichern die Ernährung vieler Vögel im Herbst und Winter, im Sommer sind sie ein sicherer Brutplatz für Singvögel.

Stege – Erneuerung an der Station

Mit der Aufstellung einer Hinweistafel zum Europäischen Vogelschutzgebiet konnte im September das Stege-Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.

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Neue Hinweistafel auf das Europareservat Rieselfelder Münster

Die neuen Stege an der Biologischen Station, die Dank der Fördergelder der Naturschutzstiftung der Grafschaft Bentheim und der Feinbrennerei Sasse fertiggestellt werden konnten, haben sich in diesem Sommer bereits bestens bewährt.

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Stockenten auf und am neuen Steg

Mehr Bilder zum Stegebau gibt es nachfolgend.

 

Fortschritte bei den Stations-Stegen

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Naturschutsstiftung Grafschaft BentheimLOGO-LK-Natur-neu

und der Firma Sasse Sasselogo_Schrift_rotgrau_4C

konnten die drei Stege bereits wieder fertiggestellt werden. Es fehlen noch der Anti-Rutsch-Draht auf den Stegplanken und eine Hinweistafel.

Nachstehend sehen Sie einige Bilder vom Stege-Bau.

01_Abbrucharbeiten
Abbrucharbeiten
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Faules Holz der tragenden Balken
03_Abbruch- Fundamentbruch
Teilweise waren die Fundamente gebrochen
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Bau der Unterkonstruktion
06_Beplankung
Neue Beplankung mit Eichendielen
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Abkantung der neuen Beplankung
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Fertige Beplankung

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Fast fertig.

Rieselfelder in aller Munde

 – es spricht sich rum…

Es gibt viele Möglichkeiten, weswegen die Rieselfelder in aller Mund sein können. Für den Vogelkundler sind es die Beobachtungen selten gewordener Vogelarten, für Kinder sind es die Unzahl von Fröschen, die man hier hört und sieht, für den Naturschützer sind es die brennenden Fragen um die Windkraft-Ansiedlung, welche die Wertigkeit des Gebietes bedroht, für den Erholungssuchenden sind es die schönen Stunden zu Fuß oder mit der Fietz zwischen den Weiden und Wasserflächen und nicht zuletzt für die Romantiker sind es die schönen Sonnenuntergänge in den Rieselfeldern, über die man spricht.

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Der Hubsteiger macht‘s möglich – am Montag, 04.06.2016, wurden acht Jungstörche auf den vier besetzten Horsten in den Rieselfeldern durch Mitarbeiter der Biologischen Station beringt. Sie sind alle wohlauf. Drei Jungstörche erblickten auf der Gaststätte „Heidekrug“ das Licht der Welt. Die Biologische Station hofft, dass sie eines Tages in den Rieselfeldern auf Nahrungssuche gehen können ohne der Gefahr des Vogelschlages durch die Windenergieanlagen ausgesetzt zu sein. Foto: Sabine Deutschmann.

 

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Die Jungstörche stellen sich während der Beringung tot. Schon wenige Minuten später, sobald die Eltern zum Nest zurückkehren, geht es ihnen wieder gut. Auf zwei der vier Nester, zum Beispiel auch auf dem „Heidekrug“, stellen sich die Jungstörche auch bereits mal auf die Beine.