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Später Kranichzug – Winterflucht

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Kranichflugtag auch über den Rieselfeldern

Am 5. Und 6. Januar waren wieder Kranichzugtage über NRW und zwar immer noch mit den Hauptzugrichtungen Süden und Südwesten. Fast dreißig Personen meldeten am 5. Januar 818 Kraniche und am 6. Januar 175 Kraniche über verschiedenen Orten in NRW hinweg ziehend. Von den 818 Kranichen am 5. Januar wurden 215 über den Rieselfeldern gezählt und 175 Kraniche über weiteren Stadtteilen von Münster. Die Beobachtungen laufen zusammen bei Manfred Röhlen, dem „Zugkoordinator“ für NRW. Er ermittelt, als Mitglied der Arbeitsgruppe NRW des „Kranichschutz Deutschland“ die Zahlen der über NRW ziehenden Kraniche. Es sind Zahlen aus verschiedenen vogelkundlichen Foren, eigene Sichtungen und Meldungen, die bei ihm direkt eingehen. Seit über dreißig Jahren ist Manfred Röhlen auch in den Rieselfeldern unterwegs.

Sind Kraniche etwa „zugfaul“ oder warum sind sie noch nicht alle im sonnigen Süden? Die treffende Antwort auf diese Frage fand ich als Schriftzug auf der Kaffeetasse einer meiner Töchter: „Ich bin nicht faul. Das ist mein Energiesparmodus“. Denn warum sollten die Vögel viel Energie für den Zug aufwenden, wenn die milden Winter und Veränderungen in der Landnutzung, ihnen ein Auskommen im Winter in Nordwestdeutschland gewährleisten. Wenn sie nicht so weit weg fliegen, können sie eher wieder die besten, erfolgversprechenden Brutplätze besetzen. Je anpassungsfähiger eine Population ist, desto eher wird sie in der Zukunft bestehen. Am besten, man hat mehrere Strategien. So gibt es bei den Kranichen auch jede Menge „Traditionalisten“ die in Spanien überwintern. Egal wie der Winter verläuft – ein Teil der Population kommt durch und kann sich fortpflanzen.

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Übrigens sieht es beim Kiebitz ähnlich aus – aber leider scheint es ihm nicht zu helfen. Trotz der versuchten Anpassung an veränderte Umweltbedingungen, zeigen sich bei ihm immer weniger Bruterfolge. Er hat halt das Pech, dass seine Brutgebiete vor allem in Nordwestdeutschland zu suchen sind und dieser Kulturraum durch den Menschen in den letzten vier Jahrzehnten so intensiv überprägt wurde, dass dort kaum eine erfolgreiche Brut mehr möglich ist. So kommt der Situation an den Brutplätzen sicherlich eine besonders starke Bedeutung für das Überleben der Vogel-Populationen zu.

Ach ja, der Februar ist bereits ein Monat für den Heimzug der Kraniche in ihre Brutgebiete rund um die Ostsee – vielleicht auch wieder über die Rieselfelder.

Kranichzug

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Es sitzen wohl noch etwas über 30.000 Kraniche in der Diepholzer Moorniederung. Nach den aktuellen Wetterprognosen könnte evtl. Donnerstag  (24.11.2016) wieder ein Kranichzugtag werden. Also Köpfe in den Himmel und Ohren aufgestellt – sofern die Lebenssituation es gerade zuläßt. Das letzte Zugereignis war im Wesentlichen zwischen 10 Uhr und 14:30 Uhr  über Münster zu beobachten.

Einige Tausend Kraniche werden die Chance bereits genutzt haben.

Auch am Freitag scheinen die Witterungsbedingungen für den Zug der Kraniche gut zu werden. Ebenso könnte es am Samstag weiterhin passen, sofern es die morgendlichen Startbedingungen in der Diepholzer Moorniederung zulassen (möglichst kein oder wenig Nebel).

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Nun ist er auch über dem Münsterland zu sehen – der Kranichzug. Schon vor wenigen Wochen gab es bereits einzelne Kraniche über dem Münsterland und einer blieb vor einigen Tagen auch in den Rieselfeldern hängen und kann auf dem Großen Stauteich beobachtet werden. Bisher zogen die Kraniche jedoch im äußersten Osten NRWs an der Westfälischen Bucht vorbei über Sauerland und Siegerland und Hessen weiter nach Frankreich. Nächste Halteplätze könnten der Lac du Der-Chantecoq im Nordosten und der Landes de Gascogne im Südwesten Frankreichs sein. Bei Reisegeschwindigkeiten zwischen 45 und 65 km/h sind die Kraniche in der Lage an einem Tag mehrere hundert Kilometer zurückzulegen. Maximale Zugstrecken von 1000 km sind aus Projekten mit besenderten Kranichen bekannt.

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Kranichrast in der Diepholzer Moorniederung: abgeerntete Maisfelder sind eine willkommene Nahrungsquelle

Seit gestern, aber vor allem heute am Mittwoch den 9. November gibt es große Zugbewegungen über dem Münsterland. Und dies wird in den nächsten Tagen auch noch eine Fortsetzung finden, sofern die Witterung passt. Kraniche lieben auf ihrem Zug Rückenwind, das heißt beim Herbstzug Winde aus nördlichen bis östlichen Winden und trockenes Wetter – aber auch die Kraniche können es sich nicht immer aussuchen.  Seit Oktober sammelten sich tausende Kraniche in der Diepholzer Moorniederung, nördlich des Teutoburger Waldes. Die Kranichzählungen des BUND Diepholzer Moorniederung ( http://www.bund-dhm.de/01_htm/204_aktuell.htm) ergaben fast 30 000 Kraniche für Anfang Oktober. Die Rastbestände schwollen bis zum vergangenen Wochenende auf ca. 83 000 Kraniche an.

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Kranichrast in der Diepholzer Moorniederung, Datum 08.11.2014. Damals betrug die maximale Zahl rastenderKraniche 110 000.

Mittlerweile wird es Zeit für die Kraniche aufzubrechen und so nutzen sie jede Möglichkeit bei trockenem Wetter in den Morgenstunden Richtung Süden und Südwesten zu starten.

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Massenstart in der Diepholzer Moorniederung, allerdings nur auf dem Weg zum Schlafplatz am 08.11.2014. Die Zugunruhe war deutlich zu spüren. Amfolgenden Tag, den 09.11.2014 wurden auch viele Züge über Münster und dem Münsterland gesehen.

 

Da sie keine vier Tage Vorhersage kennen und auch die Großwetterlage nicht auf dem Radarschirm sehen, kann es durchaus vorkommen, dass sie zwar zunächst in der Diepholzer Moornierderung bei günstigen Bedingungen starten aber bereits über dem Münsterland erkennen müssen, dass das Wetter schlechter wird und folglich zum Teil auch wieder umkehren.

So sind auch die heutigen Beobachtungen über Münster zu werten. Tausende Kraniche zogen in Richtung Südwesten, jedoch gab es auch vielfach Beobachtung des Umkehrzuges in Richtung Norden bzw. Nordosten verbunden mit Übernachtungen an unüblichen Schlafplätzen.

Die nächsten Tage versprechen noch lebhaftes Zuggeschehen. Die Wetterprognosen sind zur Zeit für den Freitag und Samstag besonders günstig.

Quellen und weitere Informationen:

http://www.kraniche.de

http://www.bund-dhm.de/01_htm/200_kraniche.htm

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/kranich/14589.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Kranich