Der Aussichtsturm ist wieder geöffnet

Nach der Schneeräumung ist der Aussichtsturm in den Rieselfeldern wieder geöffnet. Aufgrund der kalten Außentemperaturen können sich aber vereinzelt glatte Stellen bilden. Es wird um Vorsicht gebeten.

Der Aussichtsturm ist wieder geöffnet.

Die Besucher*innen müssen aufgrund der Infektionsgefahr auch darauf achten,  immer einen Mindestabstand von 1,5 m voneinander einzuhalten. Das gilt auch bei der Aufsuchung der Beobachtungshütten.

Geben Sie aufeinander acht und bleiben Sie gesund!

Kein Schlittschuhlaufen in den Rieselfeldern

Seit dem es keine Eissporthalle mehr gibt, wird der Druck auf die Rieselfelder größer. Leider gibt es wenig Alternativen, obwohl es zu anderen Zeiten sicherlich ein einträgliches Geschäft sein könnte.

Das darf aber nicht zu Lasten des Naturschutzgebietes  und Europäischen Vogelschutzgebietes Rieselfelder Münster und seiner zum Teil seltenen und geschützten Bewohner gehen!

Die zugefrorenen Flächen liegen alle im Naturschutzgebiet und dort gilt ganzjährig ein Betretungsverbot der Flächen.

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Zertretenes Schilf, Lagern und sogar ein freilaufender Hund im Naturschutzgebiet Rieselfelder Münster.

Nun ist er da, der Winter. Mit Frost und mit Schnee. Letzterer kann die Landschaft leicht herrlich verzaubern. In den Rieselfeldern sind eingige Wasserflächen zugefroren.  Allmählich kommen die Gedanken an das Eislaufen hervor. Ob die Eisschicht trägt, kann man nicht allgemein sagen. Es gibt einige Flächen die nie ganz zufrieren oder aber so tief sind, dass sie auch erst spät einen Eispanzer bilden.

Unbedacht bleibt jedoch oft, dass diese Situation für Tiere, die keine Winterruhe haben und auch noch nicht weggezogen sind, durchaus eine Notzeit darstellt. Jede Störung bedeutet zusätzlicher Energieverlust und dieser kann aufgrund von Nahrungsarmut im Winter nicht ausgeglichen werden.

Auch der Lebensraum Schilf in den Rieselfeldern ist nicht leer, einige Vögel sind hiergeblieben oder gerade als Wintergäste bei uns.

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Die Bartmeise (hier ein Männchen) ist ein sehr heimlicher Schilfbewohner. Gelegentlich sieht man einzelne Tiere bei der Futtersuche.  Foto: Norbert Wünnemann.

Die schön gezeichneten Bartmeisen (Bild oben) zum Beispiel ernähren sich nun mühsam von Schilfsamen. Auch wenn die meisten Besucher sie nicht wahrnehmen, da sie sehr scheu sind, beleben sie das Schilf. Ebenso die seltene Rohrdommel (Bild unten) von der diesen Winter sogar zwei in den Rieselfeldern gesehen wurden. Weitere Vogelarten, die auch im Winter das Schilf beleben sind Rohrammer, Teichhuhn und Wasserralle.

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Ein wirklich seltener und störungsempfindlicher Wintergast – die Rohrdommel. Sie ist vom Aussterben bedroht. Es gibt nur noch einzelne Brutpaare in Nordrhein-Westfalen. Foto: Lutz Werner Groß.

Das Hereinbrechen einer immer größer werdenden Schar an Schlittschuhläuferinnen und Schlittschuhläufern ist da nicht hilfreich. Viele trampeln das schützende Schilf in den Randbereichen nieder, um dort zu lagern, und allzu leise und zurückhaltend – mit Respekt vor der Natur – benehmen sich die wenigsten.

Viele Schlittschuhfahrer*innen sind zudem, wer hätte das gedacht, besonders fußfaul. Sie parken verbotener Weise direkt an den Straßen Coermühle und Hessenweg. Der Weg von den Parkplätzen  ist ihnen zu weit.

Diesen Winter kommt hinzu, dass die Straßenränder aufgrund der Schneemengen keinen Parkraum lassen und die festgefahrene Schneedecke der Coermühle sehr glatt ist. Es besteht bei zu vielen Wildparkern die Gefahr, dass selbst Rettungsfahrzeuge hier nicht mehr fahren können.

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Die Schneeglätte auf der Coermühle und auf dem nördlichen Abschnitt des Hessenweges hat am 11. Februar bereits zu mindestens 4 „Grabenrettungen“ geführt. Gut wenn dann einer ein Abschleppseil dabei hat.

Daher bitten wir, dass Polizei und Ordnungsamt ein wachsames Auge auf den fahrenden und ruhenden Verkehr haben und es gleichzeitig gilt, auch auf die Einhaltung der Coronaschutzbestimmungen zu achten.

Während zu frostigen Wochenendtagen die Coermühle in früheren Wintern  schon derart chaotisch zugeparkt war, dass die Polizei in der Vergangenheit diese Straße sperren und zur Einbahnstraße erklären musste, damit die parkenden Autos überhaupt wieder weg kamen, war der große Parkplatz am Rieselfeldhof / Heidekrug fast leer (siehe nachfolgende Bilder). Es sind Straßen im Außenbereich, da ist Parken im Straßenraum grundsätzlich verboten – auch ohne Halteverbotsschilder. Drei offizielle Parkplätze gibt es: an der Biologischen Station, an der Gelmer Brücke und am Rieselfeldhof.

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Ein frostiger Sonntag um 12 Uhr auf der Coermühle …
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… und zur gleichen Zeit am Rieselfeldhof.

Stattdessen bieten sich Rundgänge an den beiden belebten Stauteichen an. Diese sind nur randlich zugefroren und bieten so allem Wassergefieder einen letzten Zufluchtsort. Von den Beobachtungseinrichtungen aus lassen sich die verschiedenen Gänse- und Entenarten gut beobachten. Da die Stauteiche vom warmen Klarwasser, dem gereinigten Abwasser, der Kläranlage gespeist werden, bleiben die zentralen Bereiche immer eisfrei. Da es aber keinen Winterdienst in den Rieselfeldern gibt,  ist das Wegenetz zur Zeit zum Teil nur mit guter Winterausrüstung begehbar.

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Auf einigen Wegen hat ein Traktor Schnee geschoben, einige Wege sind jedoch noch unter dem Schnee verborgen.
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Winter am Großen Stauteich.
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Spuren im Schnee, wer mag hier gestartet sein? Die Größe deutet auf eine Drossel, z.B. eine Amsel hin.

 

Turmsperrung

Aufgrund der Wettervorhersagen mit ergiebigen Schneefällen und / oder Eisregen wird der Aussichtsturm am Großen Stauteich ab Samstag (06.02.2021) Nachmittag vorsichtshalber gesperrt.

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Ab Samstag Nachmittag wird die Turmtür verschlossen sein. Auf den oberen Stufen und der Plattform kann es bei Schnee und Eisregen sehr glatt werden.

Die Biologische Station Rieselfelder Münster weist außerdem darauf hin, dass es auf den Wegen in den Rieselfeldern keinen Winterdienst gibt. Besondere Vorsicht gilt auf den Stegen direkt an der Biologischen Station.

Wir wünschen dennoch allen Rieselfelder-Winterfreunden einen erholsamen Aufenthalt mit vielen Naturerlebnissen. Bitte bleiben sie auf den Wegen und gehen sie nicht in die Flächen. Die geflügelten Wintergäste suchen gerne Schutz im Schilf.

Frohe Festtage!

Ein merkwürdiges Jahr neigt sich zum Ende und Weihnachten wird in den Rieselfeldern, wie meistens, sicherlich nicht weiß. Wenigstens etwas, was so bleibt, wie (fast) immer. Ich hoffe, unsere besten Wünsche für die Weihnachtszeit und das neue Jahr erreichen Sie bei guter Gesundheit.

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Winterbild vom Rieselfeld-Grünland. Rastende Gänse und unsere Winter-Störche freuen sich über möglichst ungestörte Grünlandbereiche in den Rieselfeldern. Daher halten Sie bitte Hunde an der Leine!

Mit Zuversicht gehen wir ins neue Jahr und planen bereits die ersten Veranstaltungen, die Sie im Januar dann auch auf unserer Heimatseite finden werden.

Im Januar fallen alle ursprünglich geplanten Veranstaltungen aus. Ab Ende Februar hoffen wir wieder auf Veranstaltungen mit kleinen Gruppen und mit Abstand. Dies kann sich allerdings situationsbedingt wieder ändern.

Bleiben Sie uns gewogen und vor Allem:

Bleiben Sie gesund!

Ein Film über die Rieselfelder

Am Donnerstag den 26. November um 20:15 Uhr  wird ein Film über die Rieselfelder Münster auf ARTE ausgestrahlt. Produziert wurde dieser Film von der Münsteraner Film-Firma „Light & Shadow“ im Auftrag von ARTE und dem WDR. Die Bilder entstanden während des gesamten Jahres 2019 und zum Teil auch noch 2020. Die Filmfirma rund um Herrn Baumeister und Frau Dr. Löttker wurde in dieser Zeit durch die Biologische Station Rieselfelder Münster betreut.

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In enger Kooperation mit Max Meis und den Kameralmännern Philipp Klein, Christian Baumeister und Jakobus von der Heyden sowie Frau Hackl, die den Filmschnitt durchführte, wurden störungsarme Drehplätze ausgesucht. Das Filmteam hat sich hervorragend an die Naturschutzvorgaben gehalten.  Sie waren, trotz schwerer Ausrüstung, sogar zumeist nur mit Fahrrad und Anhänger unterwegs.

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Aus dem Film: Heimliche Bekassine in ihrem Rieselfeld-Lebensraum. Copyright: Pressefoto mit freundlicher Genehmigung der Firma „Light & Shadow“.

Zu einem späteren Zeitpunkt (nach ca. 6 Monaten) ist auch eine Ausstrahlung im WDR vorgesehen.

Mehr zum Film und zur Filmfirma erfahren Sie auch unter:

www.lightandshadow.tv

Stauteiche wieder angestaut, Ausstellung geschlossen

Der Winter kann kommen. Die Pflegearbeiten an den Inseln der Stauteiche sind abgeschlossen und somit konnte das Wasser am Mittwoch wieder in die Flächen zurückkehren. Da das Wasser aus dem Hauptklärwerk in Münster Coerde kommt, ist es immer etwas temperiert. Ein Grund, warum die Stauteiche seit ihrem Anstau in 1999 noch nie vollständig zugefroren sind. Somit sind die Stauteiche eine Attraktion für daheimgebliebene Wasservögel.

Wegen der derzeitigen Pandemie-Situation bleibt unsere  Dauerausstellung zur Landschaftsgeschichte der Rieselfelder im ehemaligen Kuhstall des Rieselfeldhofes vorerst (zumindest im November) geschlossen.

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Die Brücke über den Auslauf des Kleinen Stauteiches war dringend reparaturbedürftig. Mit ehrenamtlicher Unterstützung von Klaus Heddendorp (Bild) ist sie nun wieder sicher begehbar. Vielen Dank Klaus!

Die Brücke, die über den Wehrauslauf am Kleinen Stauteich führt, war in den letzten Wochen aufgrund von Reparaturarbeiten gesperrt. Sogar einige tragende Balkenstücke mußten ausgetauscht werden. Dank tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung eines gelernten Tischlers konnten die Arbeiten nun erfolgreich abgeschlossen werden. Da der Beton an den Treppenfüßen noch abbinden muss und dann die Verschalungen erst abgebaut werden können, wird die Brücke am Dienstag den 17. November wieder freigegeben.

Und wieder Kranichzug

In den vergangenen Tagen zogen über 100 000 Kraniche über das hessische Bergland in Richtung Südwesten – eine beeindruckende Zahl! Das ist die Ostroute des Kranichzuges, der Nordrhein Westfalen teilweise nur im äußersten Osten streift.

Und was macht die Westroute, die auch über das Münsterland verläuft? Wenn man auf www.ornitho.de die Karte der Kranichbewegungen aufruft, sieht man, dass auch hier sich einiges getan hat. Am 3. November gab es die ersten nennenswerten Zahlen aus dem Münsterland: ca. 4500 Kraniche wurden gemeldet – davon wurden etwa 500 über den Rieselfeldern gesehen.  Am 4. November erfassten aufmerksame Mitmenschen ca. 6500 Kraniche über dem Münsterland, davon 188 über den Rieselfeldern. Heute, am 5. November, waren es wahrscheinlich nicht ganz so viele.

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Hoch am Himmel in Richtung Süden und Südwesten unterwegs: Ca. 300 Kraniche über der Biologischen Station am Dienstag den 3. November um 14:20 Uhr. Vielleicht kann man sie nicht immer optisch erkennen, aber hören.

Da vor fast drei Wochen bereits Kraniche gen Süden zogen, ist die Frage: Kommt da noch etwas über uns hinweg? Wahrscheinlich schon. Am vergangenen Wochenende rasteten noch über 40 000 Kraniche in der Diepholzer Moorniederung (BUND Diepholzer Moorniederung) – das sind Westzieher. Auch wenn, sicherlich nicht alle ziehenden Kraniche gesehen und erfasst wurden, so solten doch noch nicht alle über den Teutoburger Wald gekommen sein.

Deshalb heißt es auch in den nächsten Tagen: Kopf hoch und Ohren auf, wer im Münsterland die Glücksvögel in Richtung Süden ziehen sehen und hören will. Die Witterungsbedingungen sind aufgrund der eher südlichen (aber schwachen) Winde nicht optimal, doch die kühlen Nächte werden die Kraniche sicherlich daran erinnern, dass es Zeit ist,  in den Süden bzw. Südwesten zu ziehen. Nächster Stop – Frankreich!

Die Zahlen hat Manfred Röhlen zusammengestellt, der für die Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Deutschland die westlichen Daten sammelt. Und noch eine Prognose: je weiter westlich im Münsterland, desto weniger Kraniche. Das ist leider meistens so – es sei denn, östliche Winde drücken die Kraniche etwas weiter in den Westen.

Großer Stauteich wird abgelassen

Die Rieselfelder sind ein beliebtes Ausflugsziel und gerade ein Gang um den Großen Stauteich bietet normaler Weise auch Ausblicke auf eine reichhaltige Wasservogelwelt. Dies wird sich in den kommenden Tagen ein wenig ändern, denn das Wasser des Großen Stauteiches wird seit heute (29.10.2020) abgelassen, damit zu Beginn der nächsten Woche Pflegearbeiten an den Inseln und Reparaturen am Stauwehr durchgeführt werden können. Das Ablassen des Wassers findet jedes Jahr um diese Zeit statt, nach dem Hauptdurchzug der rastenden Zugvögel und vor den ersten winterlichen Frösten.

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Herbstlicher Blick vom Aussichtsturm in den Rieselfeldern. Soviel Wasser wie rechts im Bild wird die nächsten Tage nicht mehr zu sehen sein.

Die Wasservögel, die in den letzten Tagen noch recht zahlreich auf dem Großen Stauteich zu sehen waren, können jetzt noch leicht auf die anderen offenen Wasserflächen in den Rieselfeldern ausweichen und werden nach dem Arbeitseinsatz der Mitarbeiter der Biologischen Station Rieselfelder Münster auch wieder zum Stauteich zurückkehren. Bis Mitte der nächsten Woche werden um den Großen Stauteich nicht so viele Vögel zu beobachten sein.

Es ist gilt auch zu beachten, dass in den Beobachtungshütten und auf dem Aussichtsturm die coronabedingten Abstände einzuhalten sind und wenn mehrere Personen zugegen sind, auch ein Mund- Nasenschutz zu tragen ist.

Bleiben sie achtsam und vor allen Dingen gesund.

Volksinitiative Artenvielfalt NRW

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„Insekten retten – Artenschwund stoppen“

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND – sammelt Unterschriften für Volksinitiative Artenvielfalt NRW.

Auch der Verein Biologische Station Rieselfelder Münster e.V. unterstützt als Mitglied der Landesgemeinschaft Natur und Umwelt NRW (LNU) die im Juli 2020 gestartete landesweite „Volksinitiative Artenvielfalt NRW“.

Ab Donnerstag, den 6.8.2020  (immer von Montag bis Freitag, jeweils von 9 Uhr bis 12 Uhr) sammeln Aktive Unterschriften in der Biologischen Station Rieselfelder Münster, Coermühle 181 sowie am 9.8.2020 (und jeden weiteren Sonntag) ab 12 Uhr in der Ausstellung Coermühle 100 in 48157 Münster.

„Die Artenvielfalt auf dem Land aber auch in unseren Städten und Gemeinden muss endlich konsequent geschützt und verbessert werden“, sagte der Sprecher der BUND-Gruppe Münsterland und Leiter der Biologischen Station Rieselfelder Münster, Michael Harengerd. „Wir wollen unseren Kindern und Enkelkindern einen lebenswerten Planeten hinterlassen. Dabei appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mit ihrer Unterschrift für ein lebenswertes Nordrhein-Westfalen einzusetzen.“

Die Volksinitiative Artenvielfalt wurde durch die NRW-Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) ins Leben gerufen, um eine landesweite Kampagne zum Erhalt der Artenvielfalt in NRW durchzuführen. Ziel der Initiative unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ ist es, konkrete Handlungsvorschläge zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in den NRW-Landtag einzubringen und das Land so zu mehr Natur- und Artenschutz zu bewegen. Eine Übersicht über die weiteren Unterstützer*innen der Volksinitiative findet man auf der Webseit:

www.artenvielfalt-nrw.de.

 

Nun sollen in den nächsten Monaten mindestens 66.000 Unterschriften gesammelt werden. Dann muss sich der NRW-Landtag mit der Volksinitiative beschäftigen. In acht zentralen Handlungsfeldern fordern die Naturschützer einen deutlichen Politikwechsel. Konkret fordern sie einen Stopp des Flächenfraßes, mehr Waldflächen ohne Nutzung, die Ausweitung des Biotopverbundes und die Ausweisung eines Nationalparks Senne. Auch müssten der ökologische Landbau deutlich ausgeweitet, ein Verbot chemisch-synthetischer Pestizide in Naturschutzgebieten durchgesetzt und die Gewässer und Auen wirksamer geschützt werden.

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Ein Admiral auf einer Wasserdost – Hochstaude. Noch ein häufiger Anblick in den Rieselfeldern.

„Inzwischen sind 45 Prozent der Arten in NRW bedroht. Der dramatische Rückgang vieler Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten duldet keinen Aufschub mehr“, so Harengerd. „Auch hier im Münsterland sieht es nicht besser aus, wenn man an die fortdauernden Straßenneubaupläne (B 51!) oder die mehr als 50% Maisanbaufläche im Kreis Borken denkt. Mit der Volksinitiative Artenvielfalt wollen wir uns deshalb bewusst im Kommunalwahlkampf bemerkbar machen.“

Auch vor Ort muss sich die Politik daran messen lassen, was sie für ein lebenswertes Münsterland tut.

Mehr Informationen:

www.artenvielfalt-nrw.de,

www.bund-muensterland.de