Alle Beiträge von Hans-Uwe Schütz

Frohes neues Jahr!

grosserStauteich122015
Der Große Stauteich: nach dem Wiederanstau gibt es hier wieder Einiges zu beobachten.

Zum neuen Jahr gibt es auch das neue Halbjahresprogramm der Biologischen Station. Unter dem Unterpunkt „Veranstaltungen“ finden Sie eine entsprechende pdf-Datei. Nicht ganz so neu ist der Wiederanstau der Stauteiche, so dass auch wieder zusätzliche Ruhe- und Nahrungsbereiche für Lachmöwen, Kiebitze, Gänse und Enten vorhanden sind.

 

Kraniche über den Rieselfeldern

Auch heute ziehen bei fast idealen Zugbedingungen seit kurz vor 11 Uhr einige Kranichzüge über die Rieselfelder in Richtung Südsüdwest. Nächster Halt sind, soweit die Witterung es unterwegs zuläßt,  einige größere Gewässer in Zentral-Frankreich. Bereits gestern konnten einige ziehende Kraniche über den Rieselfeldern beobachtet werden, die nach dem Kälteeinbruch jede Möglichkeit nutzen, um nun weiterzuziehen. Eine Synchronzählung des BUND in der Rast-Region „Diepholzer Moorniederung“ weist für den 16. November noch einen Rastbestand von über 28 000 Kranichen auf (siehe: Kranichzählungen des BUND – Diepholzer Moorniederung).

Windkraft-Provokation ?

Seltsame Vorstellung der Stadtverwaltung am Montagabend (9.11.15) in Handorf: Während den rund 80 interessierten Bürgern und Bürgerinnen im „Haus Münsterland“ durchaus nachvollziehbar der „Verzicht“ auf die Windkraftstandorte „Haskenau“ und „Auf der Laer“ erläutert wurden, will die Verwaltung offenbar an den aus Naturschutzsicht besonders bedeutenden Standorten „Coerheide“ und „Handorfer Heide“ festhalten.

Zur „Handorfer Heide“ nur als Erinnerung: Es konnte die Zerstörung eines Teilbereiches durch die völlig unsachgemäßen Planungen eines JVA-Standortes verhindert werden.

Der Standort 4a (Coerheide/DEK) liegt nur wenige Hundert Meter von der Südostgrenze des Europäischen Vogelschutzgebietes entfernt und damit innerhalb einer Pufferzone von 1.200 m auf Basis der EU-Empfehlungen „Wind Developements and Natura 2000“ sowie der Empfehlungen der „Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten Deutschlands“ aus 2015.

Es ist schon grotesk: Da argumentiert die Verwaltung mit 2.000 m Abstand zum Bodendenkmal Haskenau, ignoriert aber geflissentlich nicht nur die erforderlichen Abstände zu einem „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung“, das Vorkommen von Uhu und Fledermäusen im Südosten der Rieselfelder, sondern auch die vielen Wechselwirkungen (durch regelmäßige Flugbewegungen) von Enten, Gänsen und Watvögeln zwischen den Rieselfeldern und z. B. den größeren Wasser- und Feuchtgebietsflächen der weiteren Umgebung wie die Abgrabungen an der Grevener Straße, in den Bockholter Bergen, dem Gertrudensee und vor allem der Brüskenheide bei Westbevern.

Sie verläßt sich da anscheinend auch auf einen Gutachter, der schon auf der ersten Veranstaltung zum Flächennutzungsplan Windkraft am 2.6.2015 in den Räumen der Stadtwerke äußerst unangenehm aufgefallen war.

Wenn hier nicht bald angemessene Sachlichkeit einkehrt, wird man sich vor Gericht wiedersehen.

Weißstorchbruten 2015

Ende Februar sind zwei Zugstörche, aus ihrem Winterquartier in die Rieselfelder zurürckgekehrt und haben, wie auch das hier im Gebiet überwinternde Paar an der Fläche 22a (Parkplatz Wöstebach), wieder Horste besetzt. Somit sind zunächst drei Horste wieder besetz: die Nisthilfe auf der Gaststätte „Heidekrug“, die Nisthilfe auf dem Grünland südlich der Fläche 22a und eine Nisthilfe auf einer Grünlandfläche nahe der Straße „Wöstebach“.  Bei den Frühheimkehrern handelt es sich um unberingte Störche. Die Vermutung liegt aber nahe, dass es die gleichen Störche sind, die 2014 bereits erfogreich auf diesen Neststandorten brüteten. Anfang März schauten gelegentlich weitere Störche an den Nisthilfen vorbei. Es waren aber eher Konkurrenten als Partner, da sie jedesmal erfolgreich vertrieben wurden. Seit dem 22. März gibt es wieder ein festes Pärchen auf der Gaststätte „Heidekrug“. Das vierte Pärchen gesellte sich erst im April hinter einem Haus an der Coermühle auf einer Nisthilfe im Grünland hinzu

Insgesamt waren nur drei der vier Brutpaare in 2015 erfolgreich. Insgesamt sind vier Jungstörche ausgeflogen.

In diesem Jahr konnten wir mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehr die Nisthilfe auf der Gaststätte  etwas weiter zur Dachmitte hin versetzen, damit die Besucher der Gaststätte die firstseitige Terasse wieder nutzen können ohne mit dem weißen „Pech“ von oben rechnen zu müssen.

Die 2014 errichtete Nistplattform auf dem Heidekrug
Die 2014 errichtete Nistplattform auf dem Heidekrug
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2015 besetzte Nistplattformen in den Rieselfeldern

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Storch1: 52.021669, 7.644510
Storch2: 52.020652, 7.642965
Storch3: 52.014334, 7.638781
Storch4: 52.025063, 7.642193

 

 

Willkommen in den Rieselfeldern!

Wir freuen uns dass Sie den Weg zu unserer Internetpräsenz gefunden haben. Auf diesen Seiten möchten wir – das sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Biologischen Station – Ihnen Neuigkeiten und Informationen rund um das Europareservat Rieselfelder Münster und seine zahlreichen tierischen und verwurzelten Bewohner präsentieren. Aktuelle Veranstaltungs-Hinweise finden Sie unter dem Unterpunkt „Veranstaltungen“.

Wir hoffen, dass wir Sie für den Naturschutz und natürlich für die Rieselfelder begeistern können!