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Zuggeschehen und Coermühle

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Himmelszeichen – Kraniche am abendlichen Himmel über den Rieselfeldern. Zudem menschliche „Zugvögel“ in größerer Höhe. Deren Zugrichtung richtet sich nicht zwingend nach den Jahreszeiten.

Anfang November rasteten nach Angabe des BUND Diepholzer Moorniederung noch über 71.000 Kraniche in der Region nördlich des Teutoburger Waldes. Ein großes Zugereignis konnte bereits am 24. Oktober im Münsterland wahrgenommen werden, als bereits mehr als 23.000 Kraniche über das Münsterland in Richtung Südwesten zogen.

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Gelegentlich – meist auf dem Frühjahreszug – rasten kleine Gruppen von Kranichen in den Rieselfeldern. Dann aber nur für eine Nacht. Wenn es hell wird und sich eventuelle Nebel gelichtet haben geht es gleich weiter. Foto: Hauke Roy.

Auch in den vergangenen Tagen zogen trotz ungünstiger Windsituation Kraniche – vor allem aber über den Osten Westfalens, da die Winde das Zuggeschehen nach Osten drängten. Immer wenn Winde aus nördlichen Richtungen wehen oder wenn Winde nur sehr schwach sind, können auch in den nächsten Tagen Kraniche über dem Münsterland gesichtet werden.

Das Vogelzuggeschehen hat vermutlich auch einen Gast aus den Rieselfeldern, der sich seit der letzten Augustwoche bei den Rindern in den Rieselfeldern aufhielt, mit sich gerissen. Die letzte Sichtung des bei uns äußerst seltenen Kuhreihers erfolgte am vergangenen Freitag.

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Von der letzten August-Woche bis zur ersten November-Woche war ein Kuhreiher zu Gast in den Rieselfeldern. So ausdauernd war noch kein Kuhreiher hier auf Nahrungssuche. Kommt er nächstes Jahr wieder? Foto: Michaela Stenz.

Dafür sind derzeit über 500 Blässgänse aus dem arktischen Norden in den Rieselfeldern zu Gast. So gibt es in dem Europäischen Vogelschutzgebiet ein ständiges Kommen und Gehen.

 

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Die Blässgänse sind gut an der weißen Blässe über dem Schnabelansatz und auch an der gestreiften Brust zu erkennen. Markant ist auch ihr sehr heller Ruf. Foto: Michaela Stenz.

Darüber informiert auch der Vogelkundler Manfred Röhlen auf dem zweistündigen vogelkundlichen Spaziergang, der am Sonntag, 14. November, um 11 Uhr an der Biologischen Station Rieselfelder Münster startet. Eine Anmeldung zu dieser kostenpflichtigen Veranstaltung ist bis Freitag 16 Uhr unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich, da die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt ist.

Es ist zu betonen, dass die Straßenverkehrsordnung mehr zu beachten gilt, als die Informationen zahlreicher uninformierter „Navis“. Bitte berücksichtigen sie auch, dass es durchaus noch Autofahrer gibt, die eine berechtigte Ausnahmegenehmigung zum befahren der Straße haben. Es gilt vor allem, Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Die Biologische Station Rieselfelder Münster informiert, dass die Anfahrt zur Biologischen Station nur über den Hessenweg möglich ist, da ein Teilstück der Coermühle für den KFZ-Verkehr gesperrt ist. Gleichwohl können dort noch einzelen PKW fahren, da es einige Personen mit einer schriftlichen Ausnahmegenehmigung gibt, die die Coermühle befahren dürfen, da es für sie ansonsten eine unverhältnismäßige Härte darstellen würde. Alle Verkehrsteilnehmer sollten sich hier mit gegenseitiger Rücksichtnahme begegnen.

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Im Herbst und Winter muss man nicht mehr so lange auf den Sonnenuntergang warten.

 

Beginn der Zugsaison und Veranstaltungen

die Hochzeit der Zugsaison sind sicherlich die Monate August und September, aber es gibt auch jetzt bereits Zugbewegungen, die durch das häufigere Auftreten einiger Watvogelarten in den Rieselfeldern zu beobachten sind. So können zum Beispiel regelmäßig etwa zehn Waldwasserläufer im Juli in den Rieselfeldern gezählt werden.

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Ende August gibt es die meisten Waldwasserläufer auf dem „Herbstzug“ in den Rieselfeldern zu sehen. 2020 waren es ca. 20 Waldwasserläufer. Auf dem Frühjahrszug waren es sogar über 30 Waldwasserläufer im April. Die Zahlen zu der Rastbestandserfassung werden in den Jahresberichten der Biologischen Station Rieselfelder Münster veröffentlicht. Foto: Hauke Roy.

Nicht alle werden auf dem Großen Stauteich zu sehen sein, doch ist der Große Stauteich sicherlich die erste Adresse für viele Watvogelarten. Bei milder Witterung ist es möglich, dass auch noch in den Wintermonaten einzelne Waldwasserläufer in den Rieselfeldern zu Gast sind. Auch steigt die Zahl der zu beobachtenden Kiebitze wieder an. Obwohl der Bruterfolg in den Rieselfeldern mit nur einer gesicherten und erfolgreichen Brut für den Kiebitz sehr gering ausfällt, fliegen über 200 Kiebitze vor allem am Großen Stauteich ihre Runden und sammeln Nahrung aus dem Schlamm und von den Uferbänken.

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Der Waldwasserläufer ist von der Schwanz- bis zur Schnabelspitze 21 – 24 cm lang und steht gerne zwischen anderen auf dem Großen Stauteich rastenden Vögeln. Im Hintergrund steht eine Lachmöwe im Flachwasser. Foto: Hauke Roy.

Einige Vogelarten kommen auch erst am Abend eingeflogen, weil für sie der Große Stauteich ein sicherer Schlafplatz ist oder weil das weitläufige Schilf Schutz vor Feinden gewährt. Mit Einbruch der Dämmerung ändert sich die Erlebnisstimmung in den Rieselfeldern auch für die zweibeinigen flügellosen Besucherinnen und Besucher. Es wird leiser und ungewöhnliche Laute sind ab und an zu hören. Besonders gut kann man diese Stimmung bei der Veranstaltung „Vom Tag zur Nacht“ am Donnerstag den 29. Juli von 21 Uhr bis 23 Uhr nachvollziehen. Die Biologin Dr. Giselheid Reding gibt hierzu Familien mit Kindern ab acht Jahren vielfache Informationen zu dem Leben in der Dämmerung. Mit nützlichen Tieren beschäftgt sich Frau Dr. Reding am Freitag, 30. Juli, von 10 Uhr bis 12 Uhr in dem Familienprogramm „Von Bienen und anderem nützlichen Getier“. Die Veranstaltung ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Bei beiden Veranstaltungen zahlen Erwachsene  sieben Euro und Kinder fünf Euro für die Teilnahme. Am Sonntag den 1. August ab 10 Uhr leitet der Naturführer Udo Wellerdieck eine erlebnisreiche fünf- bis sechsstündige Radwanderung für Jedermann mit dem Titel „Zwei Seiten der Ems“. Die Teilnahmegebühr beträgt zehn Euro pro Person. Startpunkt für alle Veranstaltungen ist der Rieselfeldhof, Coermühle 100, hinter der Gaststätte Heidekrug. Für alle Angebote ist eine Anmeldung bis 12 Uhr am Vortag der Veranstaltung unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich. Anmeldeschluß für die Sonntags-Radwanderung ist Freitag 12 Uhr.

Lebensraum Teich erkunden

Über 90 Wasserflächen werden in den Rieselfeldern aktiv mit dem Wasser aus dem Großen Stauteich bewässert. Diese Wasserflächen halten allerlei Leben bereit, das letztendlich auch einen Großteil der Speisekarte der hier brütenden und rastenden Vögel bildet.

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Der Eisvogel – der bunteste heimische Vogel – hat in den Rieselfeldern keine Probleme kleine Fische, wie zum Beispiel hier den Stichling, zu fangen. Das flache Wasser der Rieselfeldparzellen bietet genügend Lebensraum und Nahrung für Stichlinge. Foto: Ralf Worrmann.
An zwei Schaubiotopen kann diese Lebenswelt im Teich unter Anleitung erkundet werden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele der Umweltbildungsveranstaltungen der Biologischen Station Rieselfelder Münster an und um diese Schaubiotope stattfinden. In der Ferienzeit gibt es fast jeden Tag eine Naturerlebnis-Veranstaltung.
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Junger Zwergtaucher mit Stichling. Foto: Thomas Sauter.

 

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Auch Frösche fangen ist in den Rieselfeldern keine Kunst aber was dann… Der Graureiher hat sich einen Seefrosch geschnappt. Bis es ihn runtergewürgt hat ist es bei dieser Größe durchaus noch ein wenig Arbeit. Foto: Michaela Stenz.

Am Donnerstag den 15. Juli begleitet von 10 Uhr bis 13 Uhr die Biologin und Naturpädagogin Bea Niederau das Programm „Frosch und Co. und Wasserexperimente“. Die Veranstaltung „Wassergetier“ schließt sich am Freitag den 16. Juli von 15 Uhr bis 17 Uhr unter der Leitung der Biologin Giselheid Reding an. Beide kostenpflichtige Angebote finden am Schaubiotop des Rieselfeldhofes, Coermühle 100, hinter der Gaststätte „Heidekrug“ statt.

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Wat- und Wiesenvögel lieben eher kleinere Tiere als Beute. Hier hat sich eine Uferschnepfe eine Zuckmückenlarve geschnappt. Foto. Michaela Stenz.

Eine Anmeldung ist bis zum Vortag der Veranstaltung um 12 Uhr unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich.

An dieser Stelle auch mal ein herzliches „Dankeschön!“ an die Naturfotografinnen und Naturfotografen, die uns immer wieder tolle Motive zur Verfügung stellen. Wir veröffentlichen nur Fotos von Fotografinnen und Fotografen, die sich korrekt verhalten und den Abstand zu den Tieren nur mit großen Brennweiten oder manchmal einem Makroobjektiv überbrücken und auf den Wegen bzw. in den Hütten bleiben.

Erste Erfahrungen mit der Straßensperrung

und ein Hinweis auf eine fledermauskundliche Führung
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aber ungehinderter Flugverkehr: Über dem hochstehenden Gras der Rieselfeld-Wiesen fliegen die Lachmöwen Parcour um Insekten zu jagen, ähnlich den Schwalben, die in diesem Jahr leider nur in geringer Zahl zu sehen sind.

Die Straße „Coermühle“ ist nun schon seit einigen Wochen gesperrt und es gibt erste Erfahrungen bezüglich der Sperrung des 800 m langen Teilstückes der Rieselfeld-Starße. Besucherinen und Besucher, ob regelmäßig oder erstmalig in den Rieselfeldern unterwegs, reagieren positiv auf die Sperrung und freuen sich auch über die gefahrenfreie Nutzung der Straße. Sogar Veranstaltungsteilnehmerinnen und Veranstaltungsteilnehmer einer Kescheraktion am Rieselfeldhof, die aus Greven kommend einen Umweg in Kauf nehmen mußten, zeigten sich verständnisvoll  und befürworteten sogar die Sperrung der Straße im europäischen Vogeschutzgebiet. Sicherlich wird es auch andere Meinungen geben, wie manch lebhafte Diskussion bereits zeigte, aber die Mehrzahl der Rückmeldungen, die die Biologische Station Rieselfelder Münster bisher erhalten hat, äußerten sich positiv zur Sperrung.

Die direkten Anlieger der Coermühle haben durch die Sperrung größere Einschränkungen erfahren. Dafür gibt es nun auch Ausnahmegenehmigungen zur Befahrung des Teilstückes, die nachvollziehbar und selbstverständlich sind. Deswegen auch unser Hinweis an alle Besucherinnen und Besucher, dass es trotz der Sperrung neben dem landwirtschaftlichen Verkehr noch berechtigte Personen zur Befahrung der Coermühle gibt. Es müssen Kinder zur Kita nach Gelmer gebracht und abgeholt werden, es sind auch Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr in Gelmer, die auf direktem Weg zur Wache gelangen müssen und andere Einzelfälle, die ansonsten unverhältnismäßige Härten in Kauf nehmen müßten. Deswegen auch unser dringender Appell diesen berechtigten Nutzerinnen und Nutzern der Straße nicht feindselig sondern verständnisvoll zu begegnen.

„Schwarze Schafe“, die diese Situation auch für sich ausnutzen wird es sicherlich auch immer geben. Damit diese weniger werden, führt die Polizei in unregelmäßigen Abständen immer wieder Kontrollen durch.  Die Sperrung hat die Verkehrssituation an der Coermühle jetzt schon deutlich beruhigt. Es sind nur noch wenige Kraftfahrzeuge auf der Coermühle unterwegs.

Die beste Alternative ist, die Rieselfelder mit dem Fahrrad zu erkunden oder zu durchfahren , da die Sperrung nur für Kraftfahrzeuge gilt. Ebenso keine Probleme haben die geflügelten Bewoher der Rieselfelder. Neben den Vögeln sind dies auch die Fledermäuse, die ebenso den Insektenreichtum der Rieselfelder zu schätzen wissen. Mehr über diese nächtlichen Jäger der Lüfte erfährt man im Rahmen der kostenpflichtigen  Veranstaltung für Familien mit Kindern ab acht Jahren „Auf Schwingen ohne Federn“ unter der Leitung der Biologin Dr. Giselheid Reding am Sonntag den 20. Juni von 21:30 Uhr bis 23:30 Uhr. Eine Anmeldung ist bis Freitag 18. Juni 16 Uhr unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich. Treffpunkt ist am Seminargebäude des Rieselfeldhofes, Coermühle 100, hinter der Gaststätte „Heidekrug“. Es wird darauf hingewiesen, dass die Anfahrt aufgrund der Sperrung von Süden nur über die Kanalstraße oder die Grevener Straße und die Straße „Zum Rieselfeld“ erfolgen kann.

Führungen im kleinen Rahmen möglich !

auch in den Rieselfeldern darf man sich wieder etwas mehr trauen und wir  wagen nun die ersten Führungen. Aber etwas anders als „normal“ werden sie schon ablaufen. Nur maximal neun Personen dürfen nach der zur Zeit gültigen Verordnung teilnehmen. Wenn man in einer Gruppe zusammen steht sollten Nasen- und Mundbedeckungen getragen werden. Zu Beginn der Veranstaltung muss jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ihren/seinen vollen Namen, die vollständige Adresse und eine Telefonnummer für die Rückverfolgbarkeit angeben. Diese Teilnehmerlisten werden vier Wochen aufgehoben und dann vernichtet.

Es wird darum gebeten, dass nur symptomfreie Personen sich anmelden. Eine vorherige telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 0251 / 161760 ist bei allen Veranstaltungen verpflichtend, nun auch bei öffentlichen Führungen.

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Die Rieselfelder bieten für viele unterschiedliche Vögel einen gedeckten Tisch, hier verspeißt ein Blässhuhn einen Grünfrosch. Auch für Erholungssuchende gibt es wieder große und kleine Mahlzeiten, denn die Gaststätte „Heidekrug“ ist auch seit zwei Wochen wieder geöffnet: (Foto: Michaela Stenz).

Die nächsten Führungsangebote der Biologischen Station sind am Freitag den 5. Juni von 18:30 Uhr bis 21 Uhr und am Sonntag, 7. Juni, von 6:30 Uhr bis 9 Uhr die Vogelstimmenwanderungen mit dem Biologen Frank Peterskeit, die öffentliche Führung am Samstag den 6. Juni von 14 Uhr bis 16 Uhr mit Hans-Uwe Schütz und der vogelkundliche Sonntagsspaziergang um den Großen Stauteich am Sonntag, den 7. Juni, von 11 Uhr bis 13 Uhr unter der Leitung des Vogelkundlers Manfred Röhlen. Die vogelkundlichen Führungen sind kostenpflichtig. Erste frühzeitige Anmeldungen zeigen, dass die Rieselfeld-Interessierten schon länger auf diese Angebote gewartet haben.

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Mit etwas Glück sind auch singende Blaukehlchen auf den Vogelstimmenwanderungen zu hören (Foto: Michaela Stenz).

Die Ausstellung zur Landschaftsgeschichte der Rieselfelder am Rieselfeldhof hinter der Gaststätte „Heidekrug“ ist bereits seid zwei Wochen wieder geöffnet. Ach hier ist der Mund- und Nasenschutz Pflicht. Eine freiwillige Mitarbeiterin kontrolliert die auf sechs Besucher begrenzte Personenzahl in der Ausstellung. Der Aussichtsturm in den Rieselfeldern bleibt auch weiterhin an den Wochenenden und Feiertagen geschlossen, da an diesen Tagen zu viele Menschen unterwegs sind und diesen Aussichtspunkt nutzen wollen. Abstände können dann nicht eingehalten werden.

Welcome back – vorsichtige Öffnungen

Eine vorsichtige „Willkommens-Phase“ hat nun auch in den Rieselfeldern begonnen. Die Beobachtungshütten sind wieder geöffnet und man kann dort bei Einhaltung der gebotenen Abstandsregeln Vögel beobachten. Der Aussichtsturm ist derzeit nur in der Woche begehbar. Samstags und sonntags bleibt er zunächst noch geschlossen, da ein zu großes Besucheraufkommen bei schönem Wetter erwartet wird und dann die gebotenen Abstände nicht eingehalten werden können.

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Die Ausstellung zur Landschaftsgeschichte der Rieselfelder ist wieder ab dem 10. Mai immer sonntags von 12 Uhr bis 18 Uhr geöffnet (Foto: Philip Dykhoff).

Ab Sonntag ist nun auch die Ausstellung im ehemaligen Kuhstall des Rieselfeldhofes (hinter der Gaststätte „Heidekrug“),  wieder geöffnet, allerdings gelten hier ebenfalls noch die Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Daher ist der Einlass auf maximal sechs Personen gleichzeitig begrenzt. In der Ausstellung gilt Maskenpflicht.

Da das Kontaktverbot bis zum 4. Juni gilt, wird es voraussichtlich bis dahin auch keine Führungen und Umweltprogramme geben.

Ab Dienstag den 12. Mai hat die Gaststätte „Heidekrug“ wieder geöffnet!  Auch hier gelten besondere Abstands- und Hygieneregeln! Aber immerhin – es geht wieder etwas mehr!

Die Biologische Station Rieselfelder Münster bittet um ein achtsames Verhalten im Umgang miteinander und im Umgang mit der umgebenden Natur. Es ist Brutzeit und daher ist es unbedingt erforderlich das Wegegebot einzuhalten und Hunde an der Leine zu führen.

Wir danken für Ihre Rücksicht auf die Rieselfeld-Natur!

Glück gehabt und geschafft!

Für zwei Wochen waren der Große und Kleine Stauteich in den Rieselfeldern abgelassen und boten sicherlich bei dem grauen Wetter eine etwas trostlose Kulisse. So werden sich das auch die Wasservögel gedacht haben, die normalerweise sich hier zur Futtersuche oder zur sicheren Nachtruhe aufhalten. Sie werden sich freuen, dass seit Freitag wieder das Wasser auf dem Vormarsch ist.

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Blick vom Aussichtsturm: am Großen Stauteich wurden große verlandete Flächen wieder freigeschoben, damit mehr Raum für Flachwasser und Schlammbänke entsteht. Ob diese sich als Nahrungsplätze für rastenden Watvögel eignen, werden die nächsten zwei Jahre zeigen. Am Horizont – in der Haskenau – wird derzeit ein riesiges Windrad gebaut. 230 m Gesamthöhe.

Die Zeit nutzten Mitarbeiter der Biologischen Station, um Pflegearbeiten durchzuführen. Brutinseln wurden gemäht, große Weidengebüsche zur besseren Sicht auf die Teiche auf den Stock gesetzt.

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Markus Hagemann, Mitarbeiter der Biologischen Station, beim Gehözschnitt am Großen Stauteich.

Zwei Raupen schoben größere Verlandungsbereiche ab, um so wieder mehr sehr flaches Wasser und Schlammbänke zu haben. Einige Uferbereiche wurden so gestaltet, dass der Fuchs nicht mehr so einfach zu den Gelegen vordringen kann.

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Ein Mitarbeiter der Biologischen Station zieht mit dem Bagger einen Graben um eine Kiesinsel, damit Fuchs und Marder nicht so einfach die Brutinsel erreichen können.

Dabei hatte die Biologische Station großes Glück gehabt, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr nach dem Vogelzug aber noch vor dem Frost abgeschlossen werden konnten.

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Die Raupen schaffen Raum für flaches Wasser und Schlammbänke – neue Nahrungsräume für rastende Watvögel.

Von neun angeschriebenen Firmen bezeugten nur zwei Interesse an den Arbeiten. Den Zuschlag erhielt die Firma Lodenkemper, deren Raupenfahrer sich auf die Sichtweise der Vogelschützer einlassen konnten und den Raupeneinsatz auf ungewohntem Terrain in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeitspanne bestens ausführten. Mitarbeiter der Biologische Station werden die Entwicklung auf den frisch geschobenen Flächen beobachten. Falls notwendig, können in einem Jahr noch Maßnahmen nachgebessert oder auf anderen Flächen fortgesetzt werden.

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Eine Raupe unterwegs auf dem Kleinen Stauteich. Hier wurden Flachwasserbereiche erweitert und die Kiesinsel im Vordergrund weiter freigestellt, damit Füchse nicht mehr auf die Kiesinsel gelangen können.

Die Biologische Station wünscht allen Rieselfeldbesuchern eine frohe sowie besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Übergang in ein hoffentlich friedvolles neues Jahr.

Die erste Führung 2019 gibt es bereits wieder am 1. Januar. Bei dem zweistündigen Neujahrsspaziergang wird der Vogelkundler Manfred Röhlen auch auf die abgeschlossenen Arbeiten am Großen Stauteich eingehen. Die Teilnahme kostet 6,50 Euro pro Person. Treffpunkt ist um 14 Uhr die Biologische Station Rieselfelder Münster, Coermühle 181.