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Ablassen der Stauteiche

Ab Samstag den 16. Dezember ist es wieder soweit: jedes Jahr im Winter werden der Große und der Kleine Stauteich in den Rieselfeldern abgelassen, um notwendige Pflegearbeiten an den Inseln durchzuführen.

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Ab Montag den 18. Dezember werden, sofern es das Wetter zuläßt, die Pflegearbeiten auf den Inseln im Großen Stauteich beginnen.

Damit möchten die Mitarbeiter der Biologischen Station möglichst fertig werden, bevor stärkere Fröste kommen. Viele der Wasserflächen in den Rieselfeldern frieren aufgrund des geringen Wasserstandes schnell zu und stehen dann den „Wintergästen“ als Rast- und Nahrungsraum nicht mehr zur Verfügung. Dann sind der Kleine und der Große Stauteich aber immernoch eisfrei, da sie vom warmen Klarwasser der Kläranlage gespeist werden. Die Arbeiten werden alljährlich nach den Zugzeiten der Vögel und vor dem Frost durchgeführt.

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Auch die noch verbleibenen Pfützen sind noch begehrte Nahrungsräume für verschiedene Wasservögel

Für eine Woche werden die Stauteiche daher eher unbelebt sein und die Wasservögel können noch auf eine der anderen über 90 Flächen ausweichen.

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Die abtrocknenden Schlammbereiche sind ein richtiges „Fährtenbuch“

Jahresbericht 2016

Nach einigen technischen Schwierigkeiten liegt er nun vor – der Jahresbericht 2016 für die Rieselfelder Münster.

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Von besonderem Interesse ist sicherlich der Artikel über die Entwicklung der Rastbestände von Wasser- und Watvogelarten seit 1962.  Dies kann natürlich nicht losgelöst von der Nahrungssituation der Vögel in den Rieselfeldern gesehen werden. Dies kommt in einem Artikel über die Entwicklung der Tiere im Schlamm (Makrozoobenthos) und der Kleinlebewesen im Wasser (Zooplankton) zum Ausdruck. Das Thema „Windenergieanlagen“ hat 2016 eine große Rolle in den Rieselfeldern gespielt, das spiegelt sich auch in dem Jahresbericht wider – vor allem im Vorwort und in der umfangreichen Presseschau. Daneben erfährt man noch einiges über Management-Arbeiten, die Öffentlichkeitsarbeit, die Praktikantinnen und Praktikanten, den Freundes- und Förderkreis und die jährliche Verkehrszählung in den Rieselfeldern.

Für 10,- Euro sicherlich viele Informationen über die Rieselfelder.

Stege-Erneuerung an der Station

Mit der Aufstellung einer Hinweistafel zum Europäischen Vogelschutzgebiet konnte im September das Stege-Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.

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Neue Hinweistafel auf das Europareservat Rieselfelder Münster

Die neuen Stege an der Biologischen Station, die Dank der Fördergelder der Naturschutzstiftung der Grafschaft Bentheim und der Feinbrennerei Sasse fertiggestellt werden konnten, haben sich in diesem Sommer bereits bestens bewährt.

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Stockenten auf und am neuen Steg

Mehr Bilder zum Stegebau gibt es hier.

 

Die Straßenbauarbeiten sind beendet

Das Einbringen von Rasengittersteinen als Bankette in einem Teilbereich der Coermühle ist beendet. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Autofahrer verhalten werden. Wir befürchten, dass sich die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge auf diesem Stück weiter erhöhen wird. Aus der Sicht derer, die sich hier eine Verkehrsberuhigung wünschen, war diese Maßnahme völlig unsinnig. Sie hat dem Gebiet, dass dem Naturschutz und der naturbezogenen Erholung  vorbehalten sein soll, nur geschadet.

Baustellen – Straßensperrung in den Rieselfeldern

Infolge einer Straßenbaumaßnahme an der Coermühle zwischen der Einmündung der Anlieger-Frei-Straße „Wöstebach“ und der Kreuzung „Coermühle  x  Hessenweg“ ist die Biologische Station Rieselfelder Münster bis voraussichtlich 21.07.2017 nur über den Hessenweg (Einfahrt zum Mitarbeiterparkplatz) erreichbar. Die Ferien-Veranstaltungen müssen für diesen Zeitraum an den Rieselfeldhof (hinter der Gaststäte Heidekrug, Coermühle 100) verlegt werden. Die Zufahrt zum Rieselfeldhof und zum Heidekrug ist nur aus Richtung der Innenstadt kommend über die Straßen „Zum Rieselfeld“ und „Coermühle“ möglich.
Bei Ihrer Fahrt zum Rieselfeldhof / Heidekrug sind Sie ein „Anlieger“.

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Ergänzter Umleitungsplan des Tiefbauamtes für die Sperrung der Coermühle

Betroffen sind davon die Veranstaltungen „Wassertiere und Kläranlage“ am Dienstag, 18. Juli 2017,  von 10 Uhr bis 13 Uhr sowie „Wasser- und Wiesentiere“ am Mittwoch von 10 Uhr bis 13 Uhr und „Wiesenforscher“ am Mittwoch von 15 Uhr bis 17 Uhr. Treffpunkt für diese Ferien-Veranstaltungen ist der Rieselfeldhof, hinter der Gaststätte „Heidekrug“, Coermühle 100. Weitere Informationen auch zu den Kosten und der notwendigen Anmeldung erhalten Sie bei der Biologischen Station Rieselfelder Münster unter der Rufnummer 0251 / 161760.

Die Baumaßnahme, das Einbringen von Rasengittersteinen in die Bankette,  ist nach unserer Auffassung bei dem jetzigen Diskussionsstand um die Zukunft der Widmung der Coermühle unsinnig. Das Aufstellen eines Hinweisschildes „Bankette nicht befahrbar“ würde völlig ausreichen. Damit wird Geld verbrannt, das anderweitig, zum Beispiel im Umwelt- oder Sozialbereich, eine sinnvollere Verwendung finden könnte.

Durch die Befestigung der Bankette werden Autofahrer zusehends ermutigt schneller zu fahren – es geht dann ja. Eine schlechte Bankette würde eher bremsend wirken bzw. zu einer vorsichtigeren Fahrweise motivieren.

Später Kranichzug – Winterflucht

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Kranichflugtag auch über den Rieselfeldern

Am 5. Und 6. Januar waren wieder Kranichzugtage über NRW und zwar immer noch mit den Hauptzugrichtungen Süden und Südwesten. Fast dreißig Personen meldeten am 5. Januar 818 Kraniche und am 6. Januar 175 Kraniche über verschiedenen Orten in NRW hinweg ziehend. Von den 818 Kranichen am 5. Januar wurden 215 über den Rieselfeldern gezählt und 175 Kraniche über weiteren Stadtteilen von Münster. Die Beobachtungen laufen zusammen bei Manfred Röhlen, dem „Zugkoordinator“ für NRW. Er ermittelt, als Mitglied der Arbeitsgruppe NRW des „Kranichschutz Deutschland“ die Zahlen der über NRW ziehenden Kraniche. Es sind Zahlen aus verschiedenen vogelkundlichen Foren, eigene Sichtungen und Meldungen, die bei ihm direkt eingehen. Seit über dreißig Jahren ist Manfred Röhlen auch in den Rieselfeldern unterwegs.

Sind Kraniche etwa „zugfaul“ oder warum sind sie noch nicht alle im sonnigen Süden? Die treffende Antwort auf diese Frage fand ich als Schriftzug auf der Kaffeetasse einer meiner Töchter: „Ich bin nicht faul. Das ist mein Energiesparmodus“. Denn warum sollten die Vögel viel Energie für den Zug aufwenden, wenn die milden Winter und Veränderungen in der Landnutzung, ihnen ein Auskommen im Winter in Nordwestdeutschland gewährleisten. Wenn sie nicht so weit weg fliegen, können sie eher wieder die besten, erfolgversprechenden Brutplätze besetzen. Je anpassungsfähiger eine Population ist, desto eher wird sie in der Zukunft bestehen. Am besten, man hat mehrere Strategien. So gibt es bei den Kranichen auch jede Menge „Traditionalisten“ die in Spanien überwintern. Egal wie der Winter verläuft – ein Teil der Population kommt durch und kann sich fortpflanzen.

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Übrigens sieht es beim Kiebitz ähnlich aus – aber leider scheint es ihm nicht zu helfen. Trotz der versuchten Anpassung an veränderte Umweltbedingungen, zeigen sich bei ihm immer weniger Bruterfolge. Er hat halt das Pech, dass seine Brutgebiete vor allem in Nordwestdeutschland zu suchen sind und dieser Kulturraum durch den Menschen in den letzten vier Jahrzehnten so intensiv überprägt wurde, dass dort kaum eine erfolgreiche Brut mehr möglich ist. So kommt der Situation an den Brutplätzen sicherlich eine besonders starke Bedeutung für das Überleben der Vogel-Populationen zu.

Ach ja, der Februar ist bereits ein Monat für den Heimzug der Kraniche in ihre Brutgebiete rund um die Ostsee – vielleicht auch wieder über die Rieselfelder.

Veranstaltungsprogramm 1. Halbjahr 2017

Wenn Sie oben auf das Wort „Veranstaltungen“ drücken gelangen Sie weiter unten zu einer tabellarischen Übersicht über das Veranstaltungsprogramm des 1. Halbjahres 2017. Wir bieten an: Vogelkundliche Wanderungen, Vogelstimmenführungen und sonstige Naturerlebnisveranstaltungen. Einmal im Monat gibt es eine kostenfreie „Öffentliche Führung“.

Auf Wiedersehen in den Rieselfeldern!

Ein hoffentlich friedvolles neues Jahr wünschen Ihnen die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter der Biologischen Station Rieselfelder Münster!

Arno-Schmidt-Lesungen in den Rieselfeldern

An der Einfahrt zum Rieselfeldhof haben wir ein Schild stehen, dass der Rieselfeldhof ein Ort für Natur, Kultur und Geschichte ist. So haben wir in der Vergangenheit auch schon Ausstellungen in dem Seminargebäude oder Skulpturen in der Außenausstellung zeigen können.

Dieses mal wird nun das Rieselwärterhäuschen am Infopunkt 3 Ort für kulturelles Geschehen sein:

DAS ARNO SCHMIDT PROJEKT
Lesungen, Ausstellungen, Vorträge


18. August – 18. September 2016

Mein Credo: Flachland und Nachschlagewerke. Arno Schmidt

Der Schriftsteller Arno Schmidt (1914-1979) war ein früher Radiomann. Mit seinen Funk=Essays, die er für das Radio schrieb, verdiente er sich zeitweise seinen Lebensunterhalt. Der Schauspieler Carsten Bender und der Historiker Thomas Kleinknecht haben ein polyphones Leseprogramm in neun Stationen zusammengestellt, bestehend aus Ausschnitten früher Romane, fiktiver Briefe, Materialien für eine Biografie und besagten Funk=Essays: Eine „Sender-Suche“ mittels Verlautung! Mittels bildnerischer Assoziationen nähert sich die Künstlerin Gertrud Neuhaus dem Autor als Sammler von Alltagsrealitäten.

Klappkarte außen klein
copyright: Gertrud Neuhaus

Der Schriftsteller Arno Schmidt war auch ein leidenschaftlicher Fotograf. Ab 1958 bis zu seinem Tod lebte er mit seiner Frau Alice in dem Dorf Bargfeld in der Südheide. Auf seinen täglichen Spaziergängen fotografierte er die Heide-Landschaft. Seine Naturverbundenheit spiegelt sich aber nicht nur darin, sondern auch in der literarischen Umsetzung seiner auf zahlreichen Spaziergängen gesammelten Eindrücke: 1000 dieser Gänge verdichten sich so zu einer einzigen kaleidoskopischen Wegbeschreibung. Ein ähnlicher lokaler Kontext findet sich in Münsters Norden: das Rieselwärterhäuschen im Flurbezirk Gelmer-Heide der Rieselfelder: Flachland!

Der Projektzeitraum ist so gewählt, dass die Vögel in den Rieselfeldern nicht in ihrer Brut beeinträchtigt werden. Nutzen Sie den Zeitraum für eine Wochenend-Radtour durchs Vogelreservat kombiniert mit Literatur zum Hören und Kunst zum Sehen.

 

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copyright:Arno Schmidt Stiftung, Arno Schmidt in der Lausitz auf einer Wiese sitzend.

 

Zweiter Lese- und Ausstellungsort ist die Kulturetage der Stadtbücherei Münster: Nachschlagewerke!

Lesungen
Mundus in Voce
auch
Arno Schmidt’s alternative Zeitgeschichte aus dem Geist der Phonetik
Eine dialogische Lesung in neun Stationen:
Aus frühen Werken Arno Schmidt’s
durch Carsten Bender und Thomas Kleinknecht
Alle neun Abschnitte des Leseprogramms sind auch einzeln hörbar.

Ausstellungen
beiläufige Nudeln

Komposition aus Alltagsdingen und Objekten
zur Biografie, Persönlichkeit und Arbeitsweise Arno Schmidts
von Gertrud Neuhaus  www.gertrudneuhaus.de
im Rieselwärterhäuschen während der Lesungen
in der Stadtbücherei zu den Öffnungszeiten

Premiere und Vernissage Donnerstag, 18. August 2016, 17 Uhr,
Lesungen am Premierentag auch stationsweise zur vollen Stunde 11-16 Uhr
Kulturetage der Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11, 48143 Münster
Weitere Lesungen dienstags und donnerstags um 17 Uhr

Lesungen am Rieselwärterhäuschen
bei gutem Wetter* – samstags und sonntags von 14 – 17 Uhr
Rieselwärterhäuschen in den Rieselfeldern,
nahe Gaststätte Heidekrug, Coermühle 100, 48157 Münster
Anreise unter:  http://wp.biostation-muenster.org/anreise . Von der Gaststätte Heidekrug aus orientieren Sie sich bitte Richtung Infopunkt 3.

-Extra-Lesung am Rieselwärterhäuschen-
Thomas Thieme liest Einar Schleefs Erzählung „Herr Kowalski“ – ein moderner Schreckensmann?
Sonntag, 11. September 2016, zwischen 14 und 17 Uhr (genaue Zeit folgt*)

© Leserechte für die Erzählung von Einar Schleef mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags.

Arno-Schmidt-Vorträge
In der Kulturetage der Stadtbücherei Münster werden zusätzlich Kurz-Vorträge zu ausgewählten Themen zu hören sein.*

 DER EINTRITT ZU ALLEN VERANSTALTUNGEN IST FREI.

*Wegen des Wetters und aktualisierter Informationen (besonders hinsichtlich des Vortragsprogramms) achten Sie bitte auf die Ankündigungen unter:
www.carsten-bender.de/arnoschmidt

Eine Produktion von Gloster! Theaterproduktionen
Gefördert von Kulturamt der Stadt Münster
Unterstützt von Biologische Station in den Rieselfeldern, Stadtbücherei Münster, Arno Schmidt Stiftung Bargfeld

Herzlichen Dank an Peter Eisenberg, Walter Gödden, Jörg Kersten, Erika Knop, Stephan Krass, Birgit Mazassek, Helga Pape, Bernd Rauschenbach, Günter Rohkämper-Hegel, Biologische Station Rieselfelder Münster, Christoph Spieker, Benedikt Surmund, Thomas Thieme und Wolfgang Türk.

© Leserechte für die Werke von Arno Schmidt mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main.