Archiv der Kategorie: Aktuelles

Motivationsschub aus dem Stift

Wow! Kaum zu glauben! So waren die Reaktionen auf die e-mail, die wir am Dienstag den 22. März von Frau Dorothee Koch erhielten.

Darin schrieb sie von ihrer 82jährigen Mutter, Frau Mechthild Arns, die engagiert wie sie ist, in ihrem Umfeld 80 Unterschriften gegen den geplanten Windkraftstandort in der Nähe der Rieselfelder gesammelt hat. Sie wollte auch unbedingt die Unterschriften, trotz eingeschränkter Mobilität und Dialyse,  persönlich überreichen. Nicht nur die Tochter, die ihre Mutter in ihren Vorhaben unterstützte, ist von soviel Courage und Engagement ergriffen auch die Mitarbeiter der Station freuten sich auf das Treffen mit Frau Arns.

Frau Arns überreicht Herrn Harengerd 80 Unterschriften gegen den geplanten Windkraftstandort nahe den Rieselfeldern
Frau Arns überreicht Herrn Harengerd 80 Unterschriften gegen den geplanten Windkraftstandort nahe den Rieselfeldern. Herzlichen Dank!

Die Unterschriften hat sie heute am Donnerstag dem Leiter der Biologischen Station, Dr. Harengerd, überreicht und dabei einen bleibenden tollen Eindruck hinterlassen.  Die Idee dazu bekam Frau Arns aus der Zeitung, in der über das Vorhaben der Stadt kritisch berichtet wurde.  Frau Arns kennt die Rieselfelder seit langer Zeit. Auch als sie noch in Recklinghausen lebte, waren ihr die Rieselfelder bereits ein Begriff und häufiges Ausflugsziel. Sie möchte die Natur dort geschützt wissen. Dabei gibt sie zu verstehen, dass sie nicht grundsätzlich gegen Windkraft ist, aber die Windkraft sollte ausreichend Abstand zu Naturschutz- und besonders zu Europäischen Vogelschutzgebieten halten.

Als kleines „Dankeschön“ erhielt Frau Arns einen Rieselfeld-Kalender, damit sie die Rieselfelder im Stift nicht missen muss.

Darüber hinaus bringt die Post täglich Briefe mit Unterschriftenlisten. Auch hier gilt allen aktiven Sammlerinnen und Sammlern unser herzlicher Dank!

Weiter so!

Unterschriften-Listen liegen an der Biologischen Station Rieselfelder Münster aus oder können hier als pdf-Datei heruntergeladen werden. Zudem verweisen wir auch auf unsere Online-Petition!

Fahrradstraßen in den Rieselfeldern

Der Geschwindigkeitsrausch, dem viele Autofahrer auf der Coermühle und dem Hessenweg in den Rieselfeldern erliegen, bringt nichts Gutes für andere Beiteiligte wie Fußgänger und Radfahrer oder aber auch die Tierwelt der Rieselfelder. Vor allem zu Berufsverkehrszeiten sind dies Schleichwege, auf denen selten geschlichen wird. Ein Thema, dass schon seit vielen Jahren auf der Agenda steht und die Politik und Verwaltung bemüht.  Daher begrüßt die Biologische Station Rieselfelder Münster den Vorstoß, die Straßen in Fahrradstraßen umzuwidmen und den Verkehr dadurch zu entschleunigen.

Postiv ist auf jeden Fall zu vermerken, dass dieser Vorstoß der SPD in der Bezirksvertretung Nord einhellige Zustimmung aller Parteien gefunden hat.

Lesen Sie bitte den nachstehenden Hinweis auf eine Veranstaltung am Donnerstag den 31. März.

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Fahrradstraßen in den Rieselfeldern:
SPD lädt zu Fahrradaktion am 31.03.2016 ein

„Vorrang für Fahrräder, und damit  für  Erholung und Natur im Vogelschutzgebiet Rieselfelder, dafür wollen wir im Rahmen einer Fahrradkundgebung am 31.03.2016 werben. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen“, so SPD-Ratsherr Thomas Kollmann. Vertreter der Biologischen Station und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs haben ihre Teilnahme ebenfalls bereits zugesagt.

„Die SPD-Fraktion setzt sich für die Umwidmung von Teilbereichen der Straßen Coermühle und Hessenweg zu Fahrradstraßen ein. Für Kfz-Verkehr soll Tempo 30 gelten, um Besucher*innen der Rieselfelder und die dort lebenden Tiere besser zu schützen“, erklärt SPD-Ratsfrau Katharina Köhnke aus Coerde.

„Im Rahmen der Veranstaltung ist eine gemeinsame kleine Radtour ab 16:30 Uhr von der Gaststätte Heidekrug bis zur Biologischen Station und zurück vorgesehen. Um 17:00 Uhr erfolgt eine Kundgebung mit Treffen an der Gaststätte Heidekrug. Anschließend ist ein gemeinsamer gemütlicher Ausklang geplant“, beschreiben Katharina Köhnke und Thomas Kollmann den genauen Ablauf der Veranstaltung.

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Der Frühling macht’s möglich: die Rieselfeld-Störche sind wieder da

… aber auch sie wären durch die geplanten Windenergienanlagen bedroht (Achtung: Online-Petition).

mit den südlichen Winden in der vergangenen Woche sind einmal mehr wieder einige Zugvögel hier eingetroffen. Einige machen hier nur Rast, wie zum Beispiel Alpenstrandläufer und der Waldwasserläufer, andere jedoch sind gekommen um hier zu brüten. Dazu gehören die von allen geliebten Weißstörche. Seit Freitag ist nun auch das Storchenpaar auf der Gaststätte Heidekrug, die am Samstag den 26. März wieder ihre Pforten öffnet, eingetroffen. Derzeit haben drei Storchenpaare ihre vorjährigen Nester wieder besetzt. Aber der Frühling ist noch jung, es können mit den nächsten südlichen Luftströmungen auch noch mehr werden. Zwei der Storchen-Nisthilfen befinden sich auf Privatgrund. Es wird gebeten diese Flächen nicht zu betreten. Neben dem Storchenpaar auf der Gaststätte Heidekrug kann ein zweiter Horst direkt von einer Beobachtungshütte am Wöstebach eingesehen werden. Mit etwas Glück und einem guten Fernglas sind alle drei Standorte vom Aussichtsturm aus zu sehen. Auch die Weißstörche können durch die geplante Errichtung von Windkraftanlagen an den Rieselfeldern betroffen sein.

Falls die Storchenpopulation wächst werden aus Mangel an natürlichen Neststandorten auch neue Nisthilfen benötigt. Die neue Nisthilfe steht direkt hinter der Station.
Falls die Storchenpopulation wächst werden aus Mangel an natürlichen Neststandorten auch neue Nisthilfen benötigt. Die neue Nisthilfe steht seit Dienstag  direkt hinter der Station.

Der Erhaltungszustand der Storchenpopulation ist zur Zeit als stabil anzusehen. Störche zählen nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den streng geschützten Vogelarten. Dennoch sind in Deutschland bisher 53 dokumentierte Schlagopfer durch Windkraftanlagen zu beklagen. Dies wird aus einem für Deutschland von der staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg geführten Kataster ersichtlich (Stand: Dez. 2015). Gerade Nahrungs-Suchflüge finden zu einem nicht unerheblichen Teil im Höhenbereich der Rotorblätter (50-150m) statt. Der Umkreis von einem Kilometer um einen Storchenhorst gilt als absoluter Tabu-Bereich für Windkraftanlagen. Auch der Radius von zwei bis drei Kilometer um einen Horst, sollte als Nahrungs-Suchbereich frei von entsprechenden Anlagen bleiben. In diesen Radius fallen auch die geplanten Windkraftanlagen an den Rieselfeldern. 2014 brüteten fünf Storchenpaare in den nahrungsreichen Rieselfeldern, 2015 zunächst vier Paare, allerdings waren drei nur erfolgreich.

Mittlerweile gibt es nicht nur Unterschriftenlisten gegen die geplanten Windkraftanlagen, sondern auch eine Online-Petition im Internet. Dort können Sie direkt auch für die Zukunft der Storchenpopulation in den Rieselfeldern votieren.

Unterschriftenliste gegen Windenergieanlage nahe den Rieselfeldern

Liebe Rieselfeld-Freunde!

Es ist selbstverständlich, dass die Biologische Station Rieselfelder Münster alles unternimmt, damit der Schutzstatus des Gebietes als Europäisches Vogelschutzgebiet erhalten bleibt. Dazu gehören die Bewässerung und Gebietspflege sowie auch das Vogelmonitoring, das heißt, die kontinuierliche Beobachtung und Zählung der Vogelbestände im Schutzgebiet. Dazu gehört aber auch, Gefahren für das Schutzgebiet abzuwenden, die die geflügelten Besucher in ihren Beständen beeinträchtigen könnten.

In unmittelbarer Nachbarschaft der Rieselfelder ist in einem Abstand von gut 300 m eine hohe Windenergieanlage geplant.

Die Stadtplaner, beziehungsweise die Mehrheit der planerisch wirksamen Politiker im Rat der Stadt Münster zeigen bisher kein Einsehen, dass zu einem derartig hochkarätigen Schutzgebiet, wie es die Riesefelder sind, zumindest ein Abstand von mindestens 1200 m  zu fordern ist. Nur so lassen sich die Gefahren, wie Vogelschlag und Verscheuchung, für einfliegende nahrungssuchende Vögel und durchziehende Zugvögel minimieren. Es ist dies eine Forderung der staatlichen Vogelschutzwarten, die bereits durch Verwaltungsgerichtsentscheidungen bestätigt wurde.

Windkraftanlage und Vogelzug in der Dümmer Moorniederung - wir schaffen zusätzliche Gefahren.
Windkraftanlage und Vogelzug in der Diepholzer Moorniederung – wir schaffen zusätzliche Gefahren.

Nun ist auch die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Sie können mit Ihrer Unterschrift auf der an der Biologischen Station und in der Ausstellung am Rieselfeldhof ausliegenden Unterschriftenliste zeigen, dass Sie in diesem Punkt nicht die Planungen der Stadt unterstützen.

Grün-schraffiert: Rieselfelder, rote Pfeile: Wechselbeziehungen zu benachbarten Feuchtgebieten und Grünlandbereichen (z.T. außerhalb des Kartenausschnittes), Oranger Stern: Bereich der geplanten Anlage von Windenergieanlagen (WEA)
Grün-schraffiert: Rieselfelder, rote Pfeile: Wechselbeziehungen zu benachbarten Feuchtgebieten und Grünlandbereichen (z.T. außerhalb des Kartenausschnittes), Oranger Stern: Bereich der geplanten Anlage von Windenergieanlagen (WEA)

Die Unterschriftenlisten können auch zur weiteren Verbreitung heruntergeladen und ausgefüllt an die Biologische Station Rieselfelder Münster, Coermühle 181, 48157 Münster geschickt werden.

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Klicken und herunterladen:

Kranichzugtag im Westen

Heute, Mittwoch den 9. März war wieder ein Kranichzugtag. Kranichzüge konnten den ganzen Tag ab ca. 10 Uhr witterungsbedingt vor allem im Westen von Nordrhein-Westfalen gesichtet werden. Meldungen aus Münster und Recklinghausen scheinen die östlichsten Beobachtungen gewesen zu sein. Sie zogen meist hoch am Himmel und diesmal auch alle nach Norden und Nordosten.

Umweltausschuss gegen europäischen Vogelschutz

Die schwarz-grüne Mehrheit im Umweltausschuß der Stadt Münster hat sich am 2. März für eine Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Energieparks mit Windrändern am Rande der Rieselfelder ausgesprochen. Damit nimmt sie die negative Beeinflussung des Europäischen Vogelschutzgebietes Rieselfelder Münster billigend in Kauf.

Nachstehend lesen sie die Presseerklärung der Biologischen Station Rieselfelder Münster zu den Darstellungen im Zeitungsartikel vom 3. März:

Biologische Station Rieselfelder Münster

Pressemitteilung vom 3.3.2016

Gewerbegebiet Hessenweg ist nicht Energiepark Saerbeck.
Bereits im Jahr 2013 war ein Abgesandter der „Grünen“ in der Biologischen Station, um zu erörtern, ob es Möglichkeiten der Ansiedlung von Windenergieanlagen im Bereich des Gewerbegebietes Hessenweg gäbe; dieses Ansinnen wurde von der Station schon damals zurückgewiesen. Dabei wurde aber nicht der „Energiepark“ als solcher abgelehnt, sondern als sinnreiche Einrichtung für etwa Batterieforschung, Wasserstofftechnologie, Fotovoltaikforschung usw. bezeichnet.
Außerdem wird überhaupt nicht klar, ob geplant ist, zusätzlich zu dem ohnehin nicht infrage kommenden Bereich nahe des Kanals zwischen dem GI-Gebiet Hessenweg und Coerde im Gewerbegebiet selbst noch zusätzliche Anlagen aufzustellen, was nahe am Schifffahrter Damm bis zu einer Gesamthöhe von 50 Metern möglicherweise ginge.

Wenn Herr Joksch nun behauptet, wir hätten „keine Bedenken gegen Windräder geäußert, die östlich des Kanals stehen“, ist das so pauschal eindeutig unzutreffend. Der Kanal im Bereich Hessenweg liegt nicht nur unmittelbar angrenzend an das Europäische Vogelschutzgebiet, sondern ist gleichzeitig auch eine Vogelzugleitlinie. Und wenn der „Nachhaltigkeitsdezernent“ Peck ausgerechnet auf Saerbeck verweist, so „soll er mir doch einmal zeigen, wo im Einflussbereich des Energieparks Saerbeck ein europäisches Vogelschutzgebiet liegt“, betont Michael Harengerd.
Bemerkenswert sei das Vorgehen der Grünen auch, weil sie in der Vergangenheit nicht nur das heutige Vogelschutzgebiet massiv unterstützt, sondern das Gewerbegebiet Hessenweg rundweg abgelehnt hätten.

3.3.2016
Dr. Michael Harengerd

 

Die Pressemitteilung nimmt Bezug auf den nachstehenden Presseartikel:

Energiepark_02

Windkraft-Provokation geht weiter

Bereits in einem Beitrag vom 11. November (siehe weiter unten) bezieht die Biologische Station eindeutig Stellung gegen die geplanten Windkraftanlagen am Hessenweg. Die weiteren Vorschläge zur Errichtung von Windrädern im geplanten Energiepark Zwischen Hessenweg und Dortmund-Ems-Kanal entbehren ebenfalls jeglicher naturschutzfachlicher Kompetenz, da die Abstände zum europäischen Vogelschutzgebiet viel zu gering sind. Siehe nachstehender Artikel.

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Artenschutzkonferenz am Samstag den 27. Februar 2016

Die 4. Münsteraner Artenschutzkonferenz steht vor der Tür. Am 27. Februar geben namhafte Referenten aus Stadt und Land bei den Stadtwerken Münster einen tiefen Einblick in aktuelle naturschutzpolitische Themen und stellen sich zur Diskussion. Diskutieren Sie mit!

Das Vortrags- und Diskussionsprogramm der 4., von den Grünen Kreisverbänden Warendorf, Coesfeld, Borken, Münster und Steinfurt durchgeführten Artenschutzkonferenz steht mittlerweile fest. Einzelheiten lesen Sie hier.

Brutvögel haben es schwer

Der nachstehende Text ist eine Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN).

Bonn, Münster, Recklinghausen, 17. Februar 2016:

Die Vielfalt in der Vogelwelt schwindet. Insbesondere bislang häufige und weit verbreitete Singvogelarten wie Baumpieper und Stieglitz weisen negative Trends auf. Die jetzt veröffentlichte Studie "Vögel in Deutschland" beleuchtet die Hintergründe dieser Bestandsrückgänge.

"Die Arten der Agrarlandschaft bleiben weiterhin unsere Sorgenkinder",
erläutert Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für
Naturschutz. "Rund die Hälfte der Vogelarten unserer Felder und Wiesen
nehmen im Bestand ab. Besonders betroffen sind die am Boden brütenden
Arten und solche, die sich von Kleininsekten ernähren." Dafür werden
unter anderem die häufige und intensive Bodenbearbeitung sowie der starke
Rückgang von Insekten verantwortlich gemacht.

Trotz einzelner Erfolge bei Großvogelarten wie Schwarzstorch und
Fischadler reichen die Schutzbemühungen in Deutschland für einen Großteil
der Arten, auf deren Erhaltung die Europäische Vogelschutzrichtlinie
abzielt, noch nicht aus. "Die Intensivierung der Landnutzung, die
Entwässerung von Lebensräumen sowie Sport- und Freizeitaktivitäten sind
die wichtigsten Beeinträchtigungen und Gefährdungen", konstatiert Bernd
Hälterlein, Vorsitzender des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten.

"Zugvögel weisen einen höheren Anteil im Brutbestand abnehmender Arten
auf als diejenigen Arten, die auch im Winter bei uns bleiben", ergänzt
Peter Herkenrath, der als Geschäftsführer der Länderarbeitsgemeinschaft
der Vogelschutzwarten an der Publikation mitgewirkt hat. "Neben den
Schutzanstrengungen in Deutschland ist deshalb eine Intensivierung der
Bemühungen zum Schutz von Zugvögeln auf ihren Zugwegen und im
Überwinterungsgebiet erforderlich", so Herkenrath.

Eine bedeutende Aufgabe in den kommenden Jahren ist die Verbesserung des
Managements in den EU-Vogelschutzgebieten. Für die Mehrzahl der Gebiete
liegen noch keine Pflege- und Entwicklungspläne vor. Und dort, wo sie
vorliegen, sind diese oftmals nicht vollständig umgesetzt. "Soll die
Erhaltung der Zielarten des europäischen Vogelschutzes Erfolg haben,
müssen wir hier umgehend einen großen Schritt nach vorn machen", betont
Bernd Hälterlein und fordert Politik und Verwaltung auf, die dafür
benötigten Finanzmittel bereitzustellen. 

Hintergrund
"Vögel in Deutschland 2014" basiert auf Datenerhebungen, die zum größten
Teil von Ehrenamtlichen im Rahmen des bundesweiten Vogelmonitorings
durchgeführt werden. Für die Studie wurde umfassendes Datenmaterial aus
dem nationalen Bericht nach der europäischen Vogelschutzrichtlinie anhand
der ökologischen Eigenschaften der Vögel neu analysiert und bewertet.

Die Publikation Vögel in Deutschland wird jährlich gemeinsam durch den
Dachverband Deutscher Avifaunisten, die Länderarbeitsgemeinschaft der
Vogelschutzwarten und das Bundesamt für Naturschutz herausgegeben. Die
neue Ausgabe "Vögel in Deutschland 2014" ist im Februar 2016 erschienen.

Der Bericht "Vögel in Deutschland 2014" steht als Download bereit unter

www.dda-web.de

www.bfn.de/0315_vogelmonitoring.html
Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter:
http://www.bfn.de/0401_pm.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=5724


Hrsg: Bundesamt für Naturschutz
Referat Presse/Öffentlichkeitsarbeit
Konstantinstraße 110
53179 Bonn
Fon: 0228/8491 - 4444
Fax: 0228/8491 - 1039
presse@bfn.de
www.bfn.de

 

Rieselfeld – Straßen

Neben der aktuellen Diskussion um einen nahe gelegenen Windkraft-Standort (siehe Beitrag, weiter unten vom 11. November 2015) ist das Verkehrsaufkommen auf den Straßen „Coermühle“ und „Hessenweg“ in den Rieselfeldern ein weiteres Konflikt-Thema seit Jahrzehnten.

Nachdem die Straßen 1999 bereits gesperrt wurden, geriet das Thema in die politischen Mühlsteine. Dies hatte zur Folge, dass diese aus Sicht des Schutzgebiets-Managements und aus Sicht der Besucher der Rieselfelder sinnvolle Maßnahme nach  veränderten Mehrheitsverhältnissen im Rat der Stadt wieder zurückgenommen wurde.

Seitdem steht das Straßen-Thema alljährlich auf der Agenda im Meinungsaustausch zwischen der Stadt und der Biologischen Station Rieselfelder Münster. Bis heute wurde leider keine überparteiliche dauerhafte Lösung gefunden.

Ein neuer Vorstoß der SPD aus der Bürgervertretung Nord (siehe Artikel in der Münsterschen Zeitung“ vom 13. Februar 2016) bringt frischen Wind in die Angelegenheit.

Artikel aus der Münsterschen Zeitung vom 13.02.2016
Artikel aus der Münsterschen Zeitung vom 13.02.2016

Die SPD-Fraktionsmitglieder in der Bürgervertretung Nord favorisieren hierin eine Fahrradstraße mit Amphibien-Durchlässen.

Die Biologische Station Rieselfelder Münster begrüßt den Vorschlag aus der Bürgervertretung Nord und schließt sich dem Votum an, dass die kostengünstige Ausweisung als Fahrradstraße unabhängig von den Amphibien-Durchlässen zu betreiben ist, damit ein erster Schritt in die richtige Richtung nicht an den Kosten für die Amphibien-Tunnel scheitert. 1999 hat hierzu die Stadtverwaltung bemerkt, dass eine Fahrradstraße im Außenbereich planungsrechtlich nicht möglich sei. Wir hoffen daher auf unbürokratische, möglichst von allen Fraktionen getragene Lösungen – dauerhafte Lösungen, die allen zugute kommen, der Natur und den Besuchern der Rieselfelder, einem Feuchtgebiet internationaler Bedeutung.