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Kraniche über Münster (aktualisiert)

Sonntag, 7. Januar und Montag, 8. Januar:

Nun endlich! Im November und Dezember ging der Kranichzug Richtung Süden/Südwesten eher stotternd über Münster hinweg, zumeist ging er sogar weiter östlich am Münsterland vorbei. Sonntag und Montag, 7. und 8. Januar waren die Kraniche mit vielen kleineren und einigen größeren Zügen über Münster zu sehen und zu hören. Aufgrund der Zugzeiten läßt sich vermuten, dass sie morgens aus der Diepholzer Moorniederung gestartet waren. Die meisten Beobachtungen erfolgten zwischen 10 Uhr und 14 Uhr. Es liegen auch einige wenige Beobachtungen über Züge in der abendlichen Dunkelheit vor.

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Montagshimmel (08.01.2018) über den Rieselfeldern mit Kranichen

Am Sonntag zählten interessierte Himmelsgucker mehr als 3100 Kraniche über dem Münsterland. Ca. 2000 Kraniche konnten am Montag zwischen 11 Uhr und 13:30 Uhr vom Aussichtsturm in den Rieselfeldern aus gesehen werden. Manfred Röhlen, der uns die Zahlen übermittelt hat,  informierte uns über insgesamt ca. 3800 Kraniche aus vielen Sichtungen im Münsterland. Das zeigt auch, welch breiten Zugkorridor man vom Aussichtsturm in den Rieselfeldern aus mit entsprechender Optik überblicken kann.

Dieses späte und vehemente Zugereignis lässt sich vor allem durch die Witterung erklären. Viele Wochen gab es keine Wetter-Situation mit wenigstens wenig oder gar mit Rückenwind für die Kraniche und vielfach war es zu nass. Zudem scheinen die Kraniche in den Bereichen um ihre Schlafplätze in der Diepholzer Moorniederung noch genug Futter gefunden zu haben: vor allem Maiskörner von den zum Teil erst spät oder sogar zum Teil (wegen Unbefahrbarkeit der Moorböden) garnicht abgeernteten Maisfeldern.

Vereinzelt können wir bereits ab Mitte Februar in der Regel Ende Februar / Anfang März mit dem Rückzug nach Norden rechnen. Die besten Brutplätze wollen rechtzeitig besetzt sein.

 

Montag, 18. Dezember: am Sonntag zogen insgeamt ca. 450 Kraniche (Summe der Zugbeobachtungen) über das Münsterland. Allerdings kehrten davon ca. 130 Kraniche am frühen Nachmittag auch bereits wieder zurück (Zugrichtung NW). Heute wurden bei Lotte-Büren 35 Kraniche mit Zugrichtung SW gemeldet. Wir danken Manfred Röhlen, der die Zahlen für „Kranichschutz Deutschland“ zusammenstellt.

Sonntag, 17. Dezember: leichter Kranichzug über dem Münsterland, Sichtungen von einigen wenigen hundert Kranichen auf den Meldeseiten von ornitho.de

Freitag, 1. Dezember: Satz mit x… das war wohl nix. Nebel, zähe Wolken und dabei natürlich auch kein Kranich am Himmel. Ab Mittag gab es sicherlich eine Chance, aber da war es wohl zu spät. Es gibt auch anscheinend noch genug Nahrung. Ein Lohnunternehmer berichtet, dass noch ca. 40 % der Maisernte nördlich des Teutoburger Waldes auf den Feldern steht.  Also: weiter warten auf die letzten Kraniche.

Mittwoch, 29. November: Über Münster sind bisher nicht soviele Kraniche wie in den vergangenen Jahren gezogen. Es sollen jedoch noch einige tausend Kraniche in der Diepholzer Moorniederung nördlich des Teutoburger Waldes rasten. Für Freitag den 1. Dezember sind bisher den ganzen Tag Winde aus nördlichen Richtungen angekündigt. Vielleicht nehmen einige Kraniche diese Gelegenheit für den Zug in Richtung Süden wahr.

Freitag 17. November: trotz vermeintlich guter Witterung kein Kranichzug bis 16:30 Uhr.

Vielleicht gibt es am Freitag, den 17. November wieder die Gelegenheit, Kraniche über dem Münsterland zu beobachten.

Kranichzug am 13. November: mehr als 1000 Kraniche vor allem über dem östlichen Münsterland bzw. Ostwestfalen, 2 Sichtungen im Südosten von Münster (siehe Ornitho.de)

Kraniche, die seit altersher eine besondere Aufmerksamkeit erfahren und vielerorts als Glücksvögel gelten, zogen gestern – am Montag, den 6. November – in mehreren Zügen über Münster.

Vom Aussichtsturm in den Rieselfeldern aus wurden ca. 3200 Kraniche im Zeitraum von 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr gezählt. Diese Zahl gibt jedoch nur einen kleinen Ausschnit vom gestrigen Zuggeschehen über NRW wider.

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Ein großes weit gestrecktes V im blauen Himmel über dem Großen Stauteich: Kraniche auf dem Zug. Die Formationen sind vielfältig. Häufig wird eine 1 beobachtet.

Nach Auskunft von Manfred Röhlen, der die Zahlen für ganz NRW zusammenträgt und auswertet, gab es Meldungen aus fast ganz Nordrhein-Westfalen mit Ausnahme dem äußersten Nordwesten des Bundeslandes. Über dem südlich angrenzenden Nordhessen wurden mehr als 15 000 Kraniche gezählt.

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Kraniche versuchen nach dem Aufstieg in Bereichen mit günstiger Thermik wieder eine Formation zu finden

Das Wetter war günstig. Eine kalte Nacht sorgte sicherlich für den Anreiz nun aufzubrechen. Schwache Winde aus zunächst günstigen Richtungen waren sicherlich ein weiteres Argument für diesen größeren Aufbruch. Als die Bewölkung am Nachmittag zunahm, sonderten sich bei einem Zug etwas über 90 Kraniche ab und flogen wieder zurück in Richtung Rastplatz „Diepholzer Moorniederung“.

Es ist schon ein berührendes Erlebniss, wenn man die vielen Züge sieht und hört verbunden mit der Hoffnung, dass man gleiches im Februar / März wieder auf dem Rückzug mitbekommt. Dazu gab es gestern noch das brilliante Herbstwetter bei bereits fortgeschrittener bunter Herbstbelaubung von Sträuchern und Bäumen.

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Rieselfeld-Herbst

Heute hängt der Nebel zunächst hartnäckig tief. Wenn er sich lichtet besteht die Chance, dass wir heute nochmal ähnliches erleben können. Es sind sicherlich noch nicht alle Kraniche durchgezogen.

Übrigens ziehen nicht nur die Kraniche. Auch Blässgänse machten sich auf den Weg in den Südwesten. 14 Bekassinen konnten gestern auf dem Großen Stauteich rastend beobachtet werden. Zudem zogen viele Drosseln durch.

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Graugänse vom Turm aus gesehen im Rieselfelder Wolkenhimmel

Manfred Röhlen und den anderen Beobachtern sowie der Beobachter-Plattform „ornitho.de“ ein Dankeschön für die Bereitstellung der Zahlen.

Lohnenswerte Kranich-Adressen im Internet sind zudem die Seiten vom „BUND in der Diepholzer Moorniederung“ und von „Kranichschutz Deutschland“.

Einen Bericht zu einer Fahrt zu den Kranichrastplätzen in der Diepholzer Moorniederung am 29. Oktober finden Sie auf den Seiten unseres „Freundes und Förderkreises“.

 

Stauteiche wieder angestaut

Der Große und Kleine Stauteich in den Rieselfeldern waren einige Tage für notwendige Pfegearbeiten abgelassen.  Die Mitarbeiter der Biologischen Station nutzten die Zeit, um elf Inseln von Aufwuchs zu befreien. Damit stehen die Inseln auch im kommenden Jahr wieder als geschützte Brutbereiche zur Verfügung. Zudem wurde eine Brutwand für Uferschwalben (links im Bid) wieder hergerichtet, in der Hoffnung, dass sich dort Uferschwalben auch ansiedeln werden.

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Von der Beobachtungshütte am Einlauf des Klarwassers der Kläranlage in den Großen Stauteich kann man nun nach dem Weiden-Schnitt wieder größere Bereiche am Südufer einsehen.

Allerdings muss man bei derartigen Projekten auch „längeren Atem“ beweisen. So stellten Vereinsmitglieder die ersten Storchennisthilfen bereits 1979 in den Rieselfeldern auf. Der erste Brutversuch der Weißstörche konnte jedoch erst 2002 verzeichnet werden, die erste erfolgreiche Brut gelang 2003.

Zudem fielen einige Weidengehölze und Birkenaufwuchs am Südostufer den Motorsägen zum Opfer, damit aus der benachbarten Beobachtungshütte zum einen man die Uferschwalbenwand besser einsehen kann und zum andern auch mehr Uferlinie von der Hütte aus zu überblicken ist. Außerdem sind diese Bereiche für die Vogelwelt offen zu halten, so dass höher aufwachsende Gehölze auch aus diesem Grund beseitigt werden sollen. Holunderbüsche blieben verschont, da sie als Nahrungsquelle besonders wertvoll sind und an anderer Stelle alte Holunderbüsche stellenweise wegen Überalterung ausfallen.

Im kommenden Jahr wird der Stauteich bei geeigneter Witterung noch einmal kurz abgelassen, um eine notwendige Wehrreparatur durchzuführen. Ein Ersatzteil konnte hierfür nicht rechtzeitig zu diesem Termin geliefert werden.

Dezember – Vogelliste

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

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December Bird List

The bird list (follow the link on the picture)  includes only those birds who are typicall for wetlands or who are rare birds. On other homepages concerning birds sightings you might find more species at all for the „Rieselfelder Münster“.

We doe not mention the places of our sightings, to stop the run of some birders and fotographers on seldom spieces – we would apriciate, if other electronic platforms for bird sightings do allthough. It would be the best for bird protection in the „Rieselfelder Münster“.

Ablassen der Stauteiche

Ab Samstag den 16. Dezember ist es wieder soweit: jedes Jahr im Winter werden der Große und der Kleine Stauteich in den Rieselfeldern abgelassen, um notwendige Pflegearbeiten an den Inseln durchzuführen.

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Ab Montag den 18. Dezember werden, sofern es das Wetter zuläßt, die Pflegearbeiten auf den Inseln im Großen Stauteich beginnen.

Damit möchten die Mitarbeiter der Biologischen Station möglichst fertig werden, bevor stärkere Fröste kommen. Viele der Wasserflächen in den Rieselfeldern frieren aufgrund des geringen Wasserstandes schnell zu und stehen dann den „Wintergästen“ als Rast- und Nahrungsraum nicht mehr zur Verfügung. Dann sind der Kleine und der Große Stauteich aber immernoch eisfrei, da sie vom warmen Klarwasser der Kläranlage gespeist werden. Die Arbeiten werden alljährlich nach den Zugzeiten der Vögel und vor dem Frost durchgeführt.

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Auch die noch verbleibenen Pfützen sind noch begehrte Nahrungsräume für verschiedene Wasservögel

Für eine Woche werden die Stauteiche daher eher unbelebt sein und die Wasservögel können noch auf eine der anderen über 90 Flächen ausweichen.

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Die abtrocknenden Schlammbereiche sind ein richtiges „Fährtenbuch“

November – Vogelliste

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

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November Bird List

The bird list (follow the link on the picture)  includes only those birds who are typicall for wetlands or who are rare birds. On other homepages concerning birds sightings you might find more species at all for the „Rieselfelder Münster“.

We doe not mention the places of our sightings, to stop the run of some birders and fotographers on seldom spieces – we would apriciate, if other electronic platforms for bird sightings do allthough. It would be the best for bird protection in the „Rieselfelder Münster“.

Jahresbericht 2016

Nach einigen technischen Schwierigkeiten liegt er nun vor – der Jahresbericht 2016 für die Rieselfelder Münster.

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Von besonderem Interesse ist sicherlich der Artikel über die Entwicklung der Rastbestände von Wasser- und Watvogelarten seit 1962.  Dies kann natürlich nicht losgelöst von der Nahrungssituation der Vögel in den Rieselfeldern gesehen werden. Dies kommt in einem Artikel über die Entwicklung der Tiere im Schlamm (Makrozoobenthos) und der Kleinlebewesen im Wasser (Zooplankton) zum Ausdruck. Das Thema „Windenergieanlagen“ hat 2016 eine große Rolle in den Rieselfeldern gespielt, das spiegelt sich auch in dem Jahresbericht wider – vor allem im Vorwort und in der umfangreichen Presseschau. Daneben erfährt man noch einiges über Management-Arbeiten, die Öffentlichkeitsarbeit, die Praktikantinnen und Praktikanten, den Freundes- und Förderkreis und die jährliche Verkehrszählung in den Rieselfeldern.

Für 10,- Euro sicherlich viele Informationen über die Rieselfelder.

Stege-Erneuerung an der Station

Mit der Aufstellung einer Hinweistafel zum Europäischen Vogelschutzgebiet konnte im September das Stege-Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.

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Neue Hinweistafel auf das Europareservat Rieselfelder Münster

Die neuen Stege an der Biologischen Station, die Dank der Fördergelder der Naturschutzstiftung der Grafschaft Bentheim und der Feinbrennerei Sasse fertiggestellt werden konnten, haben sich in diesem Sommer bereits bestens bewährt.

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Stockenten auf und am neuen Steg

Mehr Bilder zum Stegebau gibt es hier.

 

Die Straßenbauarbeiten sind beendet

Das Einbringen von Rasengittersteinen als Bankette in einem Teilbereich der Coermühle ist beendet. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Autofahrer verhalten werden. Wir befürchten, dass sich die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge auf diesem Stück weiter erhöhen wird. Aus der Sicht derer, die sich hier eine Verkehrsberuhigung wünschen, war diese Maßnahme völlig unsinnig. Sie hat dem Gebiet, dass dem Naturschutz und der naturbezogenen Erholung  vorbehalten sein soll, nur geschadet.

Baustellen – Straßensperrung in den Rieselfeldern

Infolge einer Straßenbaumaßnahme an der Coermühle zwischen der Einmündung der Anlieger-Frei-Straße „Wöstebach“ und der Kreuzung „Coermühle  x  Hessenweg“ ist die Biologische Station Rieselfelder Münster bis voraussichtlich 21.07.2017 nur über den Hessenweg (Einfahrt zum Mitarbeiterparkplatz) erreichbar. Die Ferien-Veranstaltungen müssen für diesen Zeitraum an den Rieselfeldhof (hinter der Gaststäte Heidekrug, Coermühle 100) verlegt werden. Die Zufahrt zum Rieselfeldhof und zum Heidekrug ist nur aus Richtung der Innenstadt kommend über die Straßen „Zum Rieselfeld“ und „Coermühle“ möglich.
Bei Ihrer Fahrt zum Rieselfeldhof / Heidekrug sind Sie ein „Anlieger“.

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Ergänzter Umleitungsplan des Tiefbauamtes für die Sperrung der Coermühle

Betroffen sind davon die Veranstaltungen „Wassertiere und Kläranlage“ am Dienstag, 18. Juli 2017,  von 10 Uhr bis 13 Uhr sowie „Wasser- und Wiesentiere“ am Mittwoch von 10 Uhr bis 13 Uhr und „Wiesenforscher“ am Mittwoch von 15 Uhr bis 17 Uhr. Treffpunkt für diese Ferien-Veranstaltungen ist der Rieselfeldhof, hinter der Gaststätte „Heidekrug“, Coermühle 100. Weitere Informationen auch zu den Kosten und der notwendigen Anmeldung erhalten Sie bei der Biologischen Station Rieselfelder Münster unter der Rufnummer 0251 / 161760.

Die Baumaßnahme, das Einbringen von Rasengittersteinen in die Bankette,  ist nach unserer Auffassung bei dem jetzigen Diskussionsstand um die Zukunft der Widmung der Coermühle unsinnig. Das Aufstellen eines Hinweisschildes „Bankette nicht befahrbar“ würde völlig ausreichen. Damit wird Geld verbrannt, das anderweitig, zum Beispiel im Umwelt- oder Sozialbereich, eine sinnvollere Verwendung finden könnte.

Durch die Befestigung der Bankette werden Autofahrer zusehends ermutigt schneller zu fahren – es geht dann ja. Eine schlechte Bankette würde eher bremsend wirken bzw. zu einer vorsichtigeren Fahrweise motivieren.

Kranichzug

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Es sitzen wohl noch etwas über 30.000 Kraniche in der Diepholzer Moorniederung. Nach den aktuellen Wetterprognosen könnte evtl. Donnerstag  (24.11.2016) wieder ein Kranichzugtag werden. Also Köpfe in den Himmel und Ohren aufgestellt – sofern die Lebenssituation es gerade zuläßt. Das letzte Zugereignis war im Wesentlichen zwischen 10 Uhr und 14:30 Uhr  über Münster zu beobachten.

Einige Tausend Kraniche werden die Chance bereits genutzt haben.

Auch am Freitag scheinen die Witterungsbedingungen für den Zug der Kraniche gut zu werden. Ebenso könnte es am Samstag weiterhin passen, sofern es die morgendlichen Startbedingungen in der Diepholzer Moorniederung zulassen (möglichst kein oder wenig Nebel).

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Nun ist er auch über dem Münsterland zu sehen – der Kranichzug. Schon vor wenigen Wochen gab es bereits einzelne Kraniche über dem Münsterland und einer blieb vor einigen Tagen auch in den Rieselfeldern hängen und kann auf dem Großen Stauteich beobachtet werden. Bisher zogen die Kraniche jedoch im äußersten Osten NRWs an der Westfälischen Bucht vorbei über Sauerland und Siegerland und Hessen weiter nach Frankreich. Nächste Halteplätze könnten der Lac du Der-Chantecoq im Nordosten und der Landes de Gascogne im Südwesten Frankreichs sein. Bei Reisegeschwindigkeiten zwischen 45 und 65 km/h sind die Kraniche in der Lage an einem Tag mehrere hundert Kilometer zurückzulegen. Maximale Zugstrecken von 1000 km sind aus Projekten mit besenderten Kranichen bekannt.

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Kranichrast in der Diepholzer Moorniederung: abgeerntete Maisfelder sind eine willkommene Nahrungsquelle

Seit gestern, aber vor allem heute am Mittwoch den 9. November gibt es große Zugbewegungen über dem Münsterland. Und dies wird in den nächsten Tagen auch noch eine Fortsetzung finden, sofern die Witterung passt. Kraniche lieben auf ihrem Zug Rückenwind, das heißt beim Herbstzug Winde aus nördlichen bis östlichen Winden und trockenes Wetter – aber auch die Kraniche können es sich nicht immer aussuchen.  Seit Oktober sammelten sich tausende Kraniche in der Diepholzer Moorniederung, nördlich des Teutoburger Waldes. Die Kranichzählungen des BUND Diepholzer Moorniederung ( http://www.bund-dhm.de/01_htm/204_aktuell.htm) ergaben fast 30 000 Kraniche für Anfang Oktober. Die Rastbestände schwollen bis zum vergangenen Wochenende auf ca. 83 000 Kraniche an.

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Kranichrast in der Diepholzer Moorniederung, Datum 08.11.2014. Damals betrug die maximale Zahl rastenderKraniche 110 000.

Mittlerweile wird es Zeit für die Kraniche aufzubrechen und so nutzen sie jede Möglichkeit bei trockenem Wetter in den Morgenstunden Richtung Süden und Südwesten zu starten.

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Massenstart in der Diepholzer Moorniederung, allerdings nur auf dem Weg zum Schlafplatz am 08.11.2014. Die Zugunruhe war deutlich zu spüren. Amfolgenden Tag, den 09.11.2014 wurden auch viele Züge über Münster und dem Münsterland gesehen.

 

Da sie keine vier Tage Vorhersage kennen und auch die Großwetterlage nicht auf dem Radarschirm sehen, kann es durchaus vorkommen, dass sie zwar zunächst in der Diepholzer Moornierderung bei günstigen Bedingungen starten aber bereits über dem Münsterland erkennen müssen, dass das Wetter schlechter wird und folglich zum Teil auch wieder umkehren.

So sind auch die heutigen Beobachtungen über Münster zu werten. Tausende Kraniche zogen in Richtung Südwesten, jedoch gab es auch vielfach Beobachtung des Umkehrzuges in Richtung Norden bzw. Nordosten verbunden mit Übernachtungen an unüblichen Schlafplätzen.

Die nächsten Tage versprechen noch lebhaftes Zuggeschehen. Die Wetterprognosen sind zur Zeit für den Freitag und Samstag besonders günstig.

Quellen und weitere Informationen:

http://www.kraniche.de

http://www.bund-dhm.de/01_htm/200_kraniche.htm

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/kranich/14589.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Kranich