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Stauteiche: wieder angestaut

Der Winter kann jetzt kommen. Die Stauteiche werden seit Freitag den 2. Dezember wieder angestaut und werden im Laufe dieses Wochenendes fast wieder auf Normalstand sein.

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So wird der Große Stauteich im Laufe des Wochenendes wieder aussehen.

 

Der Anstau erfolgt noch nicht sofort bis zum Maximum, da einzelne Inseln wieder neu befestigt wurden und noch etwas geschont werden sollen.

Das Abblassen geschah in einer noch frostfreien Periode, da dann die anderen Wasserflächen als Ausweichrefugium zur Verfügung stehen. Wenn jetzt der Winter mit Frost kommen sollte und die Flachwasserparzellen zufrieren, stehen die relativ warmen Stauteiche als permanent offene Wasserflächen wieder den Wasservögeln als sicherer Schlafplatz zur Verfügung.

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Kleiner Stauteich am 22.12.2021. „Väterchen“ Frost bescherte damals tolle Raureifszenen.

Ablassen der Stauteiche in den Rieselfeldern

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Zu den alljährlichen Pflegearbeiten an den Inseln auf dem Großen Stauteich werden die Stauteiche ab Donnerstag (24.11.2022)  allmählich abgelassen. Es ist damit zu rechnen, dass ab Freitag Nachmittag nur noch einzelne Pfützen zu sehen sein werden.

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Zu Beginn der nächsten Wochen können dann die Pflegearbeiten durchgeführt werden.

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Mit etwas Glück sind zum zweiten Advent die Stauteiche wieder angestaut. Die Wasservögel können sich während der Pflegearbeiten auf die anderen über 90 Wasserflächen und den Kläranlagen-Ableiter verteilen.

Ausstellung zur Landschaftsgeschichte der Rieselfelder befristet geschlossen

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Eingang zur Ausstellung im ehemaligen Kuhstall des Rieselfeldhofes hinter der Gaststätte Heidekrug.

Die Ausstellung zur Landschaftsgeschichte der Rieselfelder im ehemaligen Kuhstall des Rieselfeldhofes, Coermühle 100,  bleibt bis vorraussichtlich einschließlich 26. Februar 2023 zur Einsparung von Heizkosten geschlossen. Zwar könnte man Besuchern zumuten, eine Jacke zu tragen, aber es ist für die dort Aufsicht Führenden nicht zumutbar, dort ohne Heizung für fünf Stunden auszuharren.

Innenansicht der Ausstellung mit Exponaten zur Geschichte der Rieselfelder.

Das geringe Besucheraufkommen in den Wintermonaten ist ein gutes Argument für eine befristete Schließung, um in dieser Zeit die Heizkosten für diesen sehr großen Raum einzusparen.

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Innenansicht der Ausstellung mit historischem Luftbild.

Am 5. März wird die Ausstellung wieder von 12 Uhr bis 17 Uhr geöffnet sein.

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Dr. Michael Harengerd erklärt Tafeln zu den Ursprüngen der Rieselfelder.

Gänse und Enten

Führungen am Wochenende

Die Durchzugzeit vieler Vögel in den Rieselfeldern ist zwar schon vorbei, aber es werden immer noch einige Blässgänse und Kraniche durchziehen. Das heißt sie werden meist über die Rieselfelder hinweg ziehen und nur in Einzelfällen, meist wenn das Wetter sie dazu zwingt, auch in den Rieselfeldern landen. Der Spätherbst und der Winter sind vor allem Beobachtungszeiten für Gänse und Enten in den Rieselfeldern. Daher zieren Rostgänse das November-Blatt des Rieselfeld-Kalenders von 2022 und Löffelenten werden den November 2023 repräsentieren.

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Rostgänse über dem Großen Stauteich in den Rieselfeldern. Foto: Hauke Roy.

Den Rieselfeld-Kalender für 2023 kann man in mehreren Buchhandlungen und in der Biologischen Station für 13,80 Euro erwerben oder für zusätzlich acht Euro sich zusenden lassen.

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Wer Gänse und Enten live erleben will, nimmt am Samstag den 12. November von 14 Uhr bis 16 Uhr für acht Euro pro Person an dem von Manfred Röhlen geleiteten vogelkundlichen Spaziergang teil. Eine öffentliche und kostenfreie allgemeine Führung gibt es am Sonntag den 13. November  von 11 Uhr bis 13 Uhr. Dabei wird Hans-Uwe Schütz auch die gefiederten Gäste berücksichtigen. Ebenfalls am Sonntag wird die Familien-Veranstaltung „Herbstforscher“ angeboten. Von 14 Uhr bis 16 Uhr geht die Biologin Giselheid Reding auf die Fragen „Wieso färben sich eigentlich die Blätter im Herbst so schön bunt?“, “ Warum ist es im Herbst so oft nebelig?“ und “ Wo sind die Vögel und die anderen Tiere der Rieselfelder im Herbst?“ ein.

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Sonnenaufgang und Monduntergang in den Rieselfeldern.

Die Teilnahme kostet neun Euro für Erwachsene und sechs Euro für Kinder. Alle Angebote starten an der Biologischen Station Rieselfelder Münster, Coermühle 181. Die Biologische Station ist mit dem KFZ nur über den Hessenweg erreichbar. Sollten die Parkplätze vor der Biologischen Station besetzt sein, gibt es am Wochenende weitere Parkmöglichkeiten auf dem rückwärtigen Mitarbeiter-Parkplatz. Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung bist Freitag 12 Uhr unter der Rufnummer 0251-161760 erforderlich.

 

Weltzugvogeltag / World Migratory Bird Day

Die öffentliche Führung am 8. Oktober von 14 Uhr bis 16 Uhr wird auch den Weltzugvogeltag an diesem Wochenende thematisieren.

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Der Weltzugvogeltag wurde 2006 erstmalig international von der „Convention on the Conservation of Migratory Species“ (CMS cms_logo_blue_300dpi) des Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ausgerufen. Seit 2018 wird der Weltzugvogeltag nach einer Entscheidung der UNO zweimal im Jahr in Anlehnung an den Frühjahrszug (2. Wochenende im Mai) und den Herbstzug (2. Wochenende im Oktober) abgehalten. Damit soll ein Focus auf die speziellen Bedrohungen für wandernde Vogelarten gerichtet werden.

Zugvögel sind in besonderem Maße von den weltweiten Veränderungen von Nahrungs- und Lebensräumen durch die Menschen betroffen, denn sie sind darauf angewiesen, dass sie an möglichst vielen Stellen auf der Erde optimale Bedingungen vorfinden: in den Brutgebieten, in den Überwinterungsgebieten und auf den Zugrouten zwischen diesen Gebieten.

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Rastender Kampfläufer auf der Nahrungssuche in den Rieselfeldern. Foto: Hauke Roy.

Langstreckenzieher, die weit über 1000 Kilometer zwei Mal im Jahr zurücklegen, wie z.B. der Kampfläufer und die Uferschnepfe, benötigen zumeist mehrere Rast- und Nahrungsplätze auf ihrer Zugroute (wie z.B. die Rieselfelder Münster), um immer wieder Energie für den Weiterflug aufzutanken.

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Frühjahrsbalz rastender Uferschnepfen, Foto: Hauke Roy.

Das diesjährige Schwerpunktthema des weltweiten Zugvogeltages ist die Lichtverschmutzung. Immer mehr und immer stärkere Lichtquellen erhellen zunehmend unsere Erde bei Nacht. Das hat auch Auswirkungen auf die Vogelwelt. So verlagern sich Gesangszeiten der Singvögel in Abhängigkeit von Lichtquellen in die noch früheren oder noch späteren Tagesstunden. Die Aktivitätszeiten werden verlängert, die Ruhezeiten verkürzt. Auf dem Vogelzug kommen Vögel von ihren traditionellen Wanderwegen ab, da sie von Lichtquellen angezogen werden. Das kann bis zum völligen Orientierungsverlust führen genauso wie zu Kollisionen an beleuchteten Gebäuden (v.a. Hochhäuser).

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In Münster bewirkt die nächtliche Beleuchtung unter anderem, dass Wanderfalken über der Innenstadt jetzt auch nachts jagen und so zum Beispiel nachts ziehende Wasserrallen erbeuten können, wie Rupfungsreste auf dem Domplatz zeigen.

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Sonnenaufgang am Großen Stauteich. Foto: Thomas Kepp.

Zum Glück sind die Rieselfelder, in denen auch Wasserrallen brüten, ein recht dunkler Ort in Münster, doch auch hier werden die nächtlichen städtischen Lichtglocken wahrgenommen. Gute Kooperationen gab es in der Vergangenheit mit dem Westfalen-Ölhafen und den Abfallwirtschaftsbetrieben, die ihre Lichtquellen zum Teil gegen die Rieselfelder abschirmten. In privaten Bereichen, aber auch am Parkplatz am Rieselfeldhof könnten die Rieselfelder nachts noch etwas dunkler werden.

Literatur:

Martin Held, Franz Hölker und Beate Jessel (Hrsg.) (2013):

Schutz der Nacht – Lichtverschmutzung, Biodiversität und Nachtlandschaft.- BfN-Skripten 336, Bonn. [pdf-Datei herunterladbar unter: www.bfn.de/sites/default/files/BfN/service/Dokumente/skripten/skript_336.pdf]

Weitere Links:

www.sternfreunde-muenster.de/weblinks.php?t=licht&a1=5

www.westfalen-regional.de/de/lichtverschmutzung

https://www.worldmigratorybirdday.org

www.lichtverschmutzung.de

www.lightpollutionmap.info

www.paten-der-nacht.de/folgen-lichtverschmutzung

www.bfn.de/publikationen/bfn-schriften/bfn-schriften-543-leitfaden-zur-neugestaltung-und-umruestung-von

P.S.

Der dunkelste Flecken in NRW ist wahrscheinlich im deutsch/belgischen Grenzgebiet in der Eifel gelegen. Nahe dem Nationalparkzentrum in der Eifel gibt es daher gelegentlich Sterne-Gucken-Events.

Große Haufen – Kleine Käfer

Biodiversität und Weidegang

Witterungsbedingt musste im Mai ein Vortrag in den Rieselfeldern verschoben werden, zu dem die Biologische Station Rieselfelder Münster nun erneut einlädt.

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Nicht nur Stare gesellen sich gerne zu Rindern auch Rabenvögel und Bachstelzen sind häufig in ihrer Nähe zu beobachten. Im vergangenen Jahr gesellte sich ein Kuhreiher für mehrere Wochen zu den Rindern in den Rieselfeldern. Sie profitieren davon, dass Rinder beim Weidegang Insekten aufscheuchen aber auch von dem Leben in den Hinterlassenschaften der Rinder. Foto: Michaela Stenz.

Am Freitag den 12. August um 18 Uhr referiert der Biologe Friedrich Pfeifer in dem Vortrag „Große Haufen, kleine Käfer“ über die Lebenswelt der Dunghaufen von Weidetieren vor allem anhand von Käferaufsammlungen. Wer meint, dies sei ein Randthema irrt. Es ist eher ein Schlüsselthema bei dem Verständnis des Zusammenhanges von Weidetierhaltung und Biodiversität. Nicht zuletzt geht es dabei auch um die Nahrung für Vögel im Europäischen Vogelschutzgebiet Rieselfelder Münster, in dem Friedrich Pfeifer einen Teil der Aufsammlungen vornahm. Der Vortrag ist, nach erforderlicher Anmeldung unter der Rufnummer 0251 / 161760, am Freitag im Seminargebäude des Rieselfeldhofes, Coermühle 100 (hinter der Gaststätte Heidekrug) zu sehen und zu hören.

Naturerlebnistag in den Rieselfeldern

In den Ferien hat man endlich mal Zeit für die Natur – auch für die Natur in den Rieselfeldern. Naturerleben pur: mit Naturspielen Achtsamkeit üben, Frösche und ihre Wasserfreunde beobachten, vorsichtig fangen und wieder in Freiheit lassen, kleine Waldarbeiter bei ihrer Arbeit beobachten und Vieles über ihre wichtige Aufgabe erfahren und verschiedenes mehr stehen auf dem Programm des Naturerlebnistages für Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren in den Rieselfeldern am Donnerstag den 4.  August von 10 Uhr bis 13:30 Uhr unter der Leitung der Biologin Bea Niederau.

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Das Keschern darf natürlich auch an einem Naturerlebnistag nicht fehlen. Wichtig dabei ist ein achtsamer Umgang mit der Lebenswelt im Teich.

Der Witterung angepasste Kleidung, Getränke sowie Sonnen- und Insektenschutz und ein kleiner Snack für Zwischendurch sollten mitgebracht werden. Treffpunkt ist der Parkplatz am Rieselfeldhof, Coermüle 100 hinter der Gaststätte „Heidekrug“.

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Am Rieselfeldhof gibt es ein Kräuterbeet (links) eine Ausstellung zur Landschaftsgeschichte (Gebäude rechts neben dem Tracktor), die nur sonntags von 12 – 17 Uhr geöffnet ist, und eine Außenaustellung mit einem kleinen Libellenlehrpfad für verschieden Veranstaltungen der Biologischen Station Rieselfelder Münster.

Die Teilnahme, zu der eine Anmeldung bis Mittwoch 12 Uhr unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich ist, kostet 14 Euro pro Kind.

Schmetterlinge und Fledermäuse

Wer in den Rieselfeldern spazieren geht, sollte gelegentlich auch mal nach Pflanzen Ausschau halten. Zur Zeit blüht der Wasserdost in einem kräftigen Altrosa-Farbton. Er ist bei Schmetterlingen, Bienen und Schwebfliegen als Nektarpflanze sehr beliebt.

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Nicht auf einem Schiff auf hoher See, sondern auf einem Wasserdost-Blütenstand in den Rieselfeldern: der Admiral, ein Tagfalter- Schmetterling.

Sicherlich auch ein Anziehungspunkt auf der Wanderung zum Thema „Juwelen der Wiese – Schmetterlinge und ihre Verwandschaft“ für Kinder von sechs bis zwölf Jahren unter der Leitung von Giselheid Reding am Montag den 1. August von 15 Uhr bis 17 Uhr. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung bei der Volkshochschule Münster unter der Rufnummer 0251 / 4924321 erforderlich. Später am Montag Abend von 20:30 Uhr bis 22:30 Uhr geht es mit Frau Reding auf die fledermauskundliche Exkursion „Auf Schwingen ohne Federn“ für Familien mit Kindern ab acht Jahren.  Am Dienstag, 2. August, sind Familien mit Kindern ab sechs Jahren wieder eingeladen zu der Kescher-Veranstaltung „Wassergetier“. Für die beiden letzgenannten kostenpflichtigen Angebote ist die erforderliche Anmeldung unter der Rufnummer 0251 / 161760 bis Montag 12 Uhr möglich. Alle Veranstaltungen starten an der Biologischen Station Rieselfelder Münster, Coermühle 181.