Archiv der Kategorie: Aktuelles

50 Jahre Biologische Station Rieselfelder Münster

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Das Europareservat und Europäische Vogelschutzgebiet sowie Feuchtgebiet Internationaler Bedeutung „Rieselfelder Münster“ konnte einst unter anderem auch durch den Einsatz von Heinz Sielmann und Loki Schmidt erhalten werden. Seit bereits 50 Jahren sorgt die „Biologische Station Rieselfelder Münster“ mit ihrem Leiter Dr. Michael Harengerd für das erfolgreiche Management dieses Gebietes. Am vergangenen Freitag, den 28. September, feierte die Station, die damals als Vorbild für das Netz der Biologischen Stationen in NRW stand, ihr 50jähriges Bestehen.

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Im Vordergrund v.l.n.r.: Mark vom Hofe (LNU), Dorothee Feller (Regierungspräsidentin), NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser

Sie war mit 10 Jahren Abstand die allererste Station in NRW, die aus dem ehrenamtlichen Naturschutz gegründet wurde.

Die Ministerin für Naturschutz in Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen-Esser, stellte dazu in ihrem Festvortrag im Seminarzentrum der Station fest:

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Das Modell der Biologischen Stationen in NRW ist bundesweit einzigartig und ein Vorbild für die fast flächendeckende, fachliche Betreuung von Schutzgebieten. Unsere Biologischen Stationen sind dabei ganz wichtige Mittler zwischen Naturschutz, Bevölkerung und den verschiedenen Nutzergruppen, vor allen Dingen sind sie Brückenbauer zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Die Biologische Station Münster hat sich in den zurückliegenden 50 Jahren auf allen diesen Feldern hervorragend geschlagen – dafür beglückwünsche ich die Station ganz herzlich und wünsche Ihr weiterhin Erfolg und auch immer das Quäntchen Glück, was dazu nötig ist.

Der Vorsitzende der Biologischen Station, Dr. Michael Harengerd, erinnerte in seinem Rückblick an die zahlreichen politischen Auseinandersetzungen vor allem mit der Stadt Münster in den ersten 25 Jahren der Stationsarbeit, die aber letztlich dazu geführt haben, dass seit Anfang der 1990er Jahre auch die früher entschiedenen Gegner des Naturschutzareals in der früheren Abwasserkläranlage zu Befürwortern dieses Gebietes geworden sind:

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Nach dem Aasee sind die Rieselfelder das bedeutendste Naherholungsgebiet der Stadt und seit 1983 auch Feuchtgebiet internationaler Bedeutung und seit 2002 ein Europäisches Vogelschutzgebiet“, betonte Harengerd. Er wies aber auch darauf hin, dass ohne die erforderliche Unabhängigkeit der Station dieses Projekt nicht erfolgreich hätte abgeschlossen werden können.

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Die Bürgermeisterin Frau Wendela-Beate Vilhjalmsson brachte die Glückwünsche der Stadt Münster und blickte nicht nur auf eine erfogreiche Zusammenarbeit zurück sondern war auch zuversichtlich im Hinblick auf weitere gemeinsame Anstrengungen.

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Der Vorsitzende des Dachverbandes Landesverband für Naturschutz und Umwelt (LNU), bei dem die Biologische Station Mitglied ist, Herr Mark vom Hofe beschwor in seinem Grußwort die starke Gemeinschaft der LNU mit über 350 000 Einzelmitgliedern und betonte die Wichtigkeit eines unabhängigen Naturschutzes.

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Manfred Röhlen (Biolog. Stat. Rieselfelder MS)

 

Fast 100 Gäste aus der Politik, den Behörden und etlichen Mitstreitern und Mitstreiterinnen aus den ersten Jahrzehnten waren der Einladung zum Rieselfeldhof gefolgt. Manfred Röhlen moderierte dankenswerter Weise die Veranstaltung bis zum gemütlichen Ausklang.

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Auch die Staatliche Vogelwarte Helgoland war vertreten: (v.l.n.r.) Klaus-Dr. Michael Exo, Dr. Michael Harengerd, Dr. Franz Baierlein.

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Im Vordergrund: Frau Wendela-Beate Vilhjalmsson (Bürgermeisterin Stadt Münster) (l.) und Matthias Peck (Dezernent Stadt Münster, Stadtrat), Thomas Kepp (Biolog. Stat. Rieselfleder MS).
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Hermann Rottman, ein Nachbar der Rieselfelder, spielte und sang das plattdeutsche Lied „De Sunne schint no in’t Rieselfeld“. Herzlichen Dank für die spontane und gekonnte Einlage!!

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Friedrich Pfeifer (BUND Kreis Borken), Ansgar Reichmann (Geschäftsführer Biol. Stat. Krickenbeck), Heino Thier (Vorstand Biol. Stat. Krickenbeck).
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Michael Harengerd, Klaus Sprenger (TFG Sprenger KG, Minden), Reinhardt Lätzel, Wolfgang Schwöppe (von fast links).
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Frau Kirsten Lorek sorgte für die entsprechenden Fernsehbilder im WDR (Lokalzeit Münsterland) – hier zsammen mit Dr. Michael Harengerd in der Ausstellung am Informationszentrum Rieselfeldhof. Im Hintergrund: die Jubiläumsausstellug „Vögel (auch) der Rieselfelder“ – Aquarelle des Naturillustrators Christopher Schmidt.

 

Buch übers Ehrenamt und die Geschichte der Rieselfelder

Mit viel Engagement und intensiver Recherche hat Frau Jutta Bellers den Inhalt dieses Buches recherchiert, zusammengestellt und zu Papier gebracht. Frau Bellers ist seit Jahren ein Mitglied des Freundes- und Förderkreises des Europareservates Rieselfelder Münster und dieses Buch ist ihr daher ein wichtiges Anliegen gewesen.

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Eigentlich sollte ein Kampfläufer auf das Titelbild, aber der Verlag hat sich leider anders entschieden – es wurde ein prächtiger, farbenfroher Eisvogel. Kampfläufer, Watvögel aus dem hohen Norden, rasten jedes Jahr auf dem Zug nach West- oder Zentralafrika auch in den Rieselfeldern. Der Kampfläufer ist sozusagen das Wappentier von Michael Harengerd. Die Biologische Station Rieselfelder Münster wird dieses Jahr fünfzig Jahre alt – Harengerds Engagement währt bereits länger.

Mehr zum Inhalt finden Sie hier.

Der vom Verlag festgesetzte Preis für das 120seitige Paperback-Buch beträgt 24,90 Euro. Das Buch kann über den Buchhandel bezogen werden. Einige wenige Exemplare gibt es auch an der Biologischen Station (Coermühle 181) und sonntags von 12 Uhr bis 17 Uhr auch in der Ausstellung am Rieselfeldhof (hinter der Gaststätte „Heidekrug“ zu kaufen.

Juli-Vogelliste

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Trotz großer allgemeiner Trockenheit – solange Münsteraner zu Toilette gehen, gibt es genug Wasser in den Rieselfeldern. Und wenn viele im Urlaub sind: der Große Stauteich speichert genug Wasser zur Bewässerung in den Rieselfeldern.

Nach längerer Pause gibt es nun doch noch eine Juli-Liste der feuchtgebietstypischen Vogelarten in den Rieselfeldern.

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

 

 

Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2018

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Im Juli werden die Störche flügge (Bild aus dem Jahr 2016) und das 2. Programmhalbjahr in den Rieselfeldern sartet.

Unter dem Unterpunkt „Veranstaltungen“ (dort nach unten scrollen) finden Sie nun das Programm für das 2. Halbjahr 2018. Noch sind nicht alle Veranstaltungstexte hochgeladen – der Juli ist aber bereits komplett. Die anderen Texte folgen nach und nach.

Die Juni Vogelliste fehlt hier krankheitsbedingt. In der 2. Juli-Hälfte geht es wieder weiter. Daten wurden und werden weiter erhoben, nur die Umsetzung in eine Internet-Liste kann dann erst wieder realisiert werden.

 

Mai – Vogelliste

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Die Gänse sind nun in Familien-Verbänden unterwegs. Zum Teil bilden auch zwei bis drei Familien eine Art „Kindergarten“. Im Vordergrund: Nilgänse.

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

April-Vogelliste

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Im April bilden sich die Lachmöwen-Kolonien. Ihre nie verstummenden Rufe befördern das „Nordsee-Feeling“ in den Rieselfeldern.

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

März – Vogelliste

Der März war bisher erstaunlich kühl mit stärkeren Frostperioden in der ersten Monatshälfte. Die Flachwasserteiche und auch Randlagen der Stauteiche froren über Nacht zu. Zeitweise tauten sie auch tagsüber nicht ganz auf.

Dennoch sind die Zugvögel auf ihrem Weg und es konnten heimkehrende Uferschnepfen, Kiebitze und Große Brachvögel beobachtet und gehört werden.

Ein Highlight war bisher vor allem die Rast von bis zu 18 Goldregenpfeifern, die vor allem auf der 16er Wiese und 18er Weide zu beobachten waren.

Auch Kraniche zogen über die Rieselfelder hinweg und machten zum Teil auch ein kurze Rast über Nacht.

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In der Nacht vom 5. auf den 6. März rasteten ca. 220 Kraniche auf dem Großen Stauteich und flogen morgens um 7:30 Uhr weiter Richtung Nordosten.

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

Start in die Zugvogel-Zeit 2018

Eine der meistgestellten Fragen von Besucherinnen und Besuchern ist: „Wann kann man die meisten Vögel in den Rieselfeldern beobachten?“ Die wohlgefällige Antwort ist dann regulär: „Zu den Zugzeiten.“ Aber wann sind diese Zugzeiten eigentlich?

Diese ist von Vogelart zu Vogelart durchaus verschieden und kann jedes Jahr durch die jeweilige Wetterlage zur Zugzeit beeinflusst werden. Auch innerhalb einer Art kann es größere Spannen und individuelles Verhalten geben. Und in den letzten Jahren zeichnen sich Trends ab, dass einige Arten bedingt durch den Klimawandel deutlich früher in die Brutgebiete zurückkehren als noch vor einigen Jahren.

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Kraniche mit „Zugbegleiter“. Wahrscheinlich ein Wanderfalke der die Kraniche als Zeiger für Thermik nutzt.

Die Kraniche sind die ersten auffälligen Rückkehrer aus den Überwinterungsgebieten. Der Kranichzug setzt meist bereits Ende Februar ein. Die spektakulärsten Zugtage in dieser Saison waren bisher sicherlich der letzte Samstag (03.03.2018) und Sonntag (04.03.2018) mit ca. 45 000 Kranichen über Nordrhein-Westfalen. Der Kranich gehört zu den Langstreckenziehern. Nur selten landet er in den Rieselfeldern. Vom 5. auf den 6. März allerdings nächtigten hier ca. 220 Kraniche, die um 7:50 Uhr am Dienstag wieder nach Nordosten aufbrachen.

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6. März 7:50 Uhr: Ca. 220 Kraniche starten vom Großen Stauteich in Richtung Nordosten

Im März ist einer der Höhepunkte des Vogelzuges. Aktuell gibt es bereits die ersten Sichtungen von Brachvögeln im Münsterland und es zeigte sich auch die erste Uferschnepfe in den Rieselfeldern. Bis in den April ziehen hier die Arten durch. Auch im Mai kehren erst manche Rohrsängerarten und auch die letzten Schwalben wieder heim.

Die ersten Störche sind bereits wieder auf den Nisthilfen in den Rieselfeldern zu sehen, die letzten Nachzügler kommen vielleicht erst Anfang April.

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2018 nun zum fünften Mal: Weißstörche auf der Gaststätte „Heidekrug“

Im Juli startet dann bereits wieder der Rückzug der Vögel in ihre Winterquartiere. Dieser dauert für gewöhnlich länger und findet meist in Etappen statt. Bis Oktober haben schon viele Vögel unsere Region wieder verlassen. Die Kraniche allerdings überfliegen erst Ende Oktober oder Anfang November die Rieselfelder auf ihrem Weg in den Süden. In diesem Jahr gab es sogar im Januar noch Zugbeobachtungen und über 9000 Kraniche versuchten in der Diepholzer Moorniederung zu überwintern.

Bleiben also nur noch die Monate Juni und Dezember die außerhalb der eigentlichen Zugzeiten liegen. Aber selbst im Juni gibt es einen Zwischenzug der Kiebitze und im Dezember auch noch ziehende Bläss- und Saatgänse. Selbst in dieser Zeit haben die Rieselfelder dennoch einiges an Arten zu bieten. In milden Wintern sind es immer noch ca. 100 Vogelarten und im Juni bereichern die Brutvögel mit ihrem Nachwuchs die Rieselfelder. Es gibt einfach keine schlechte Zeit für die Vogelbeobachtung in den Rieselfeldern – dass macht sie auch so wertvoll.

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Kiebitze sind heutzutage meist ganzjährig in den Rieselfeldern zu sehen. Die größte Anzahl wird im September gezählt.

 

Interessante Zugvogel-Links:

http://www.bund-dhm.de/01_htm/204_aktuell.htm (Kraniche)

https://www.kraniche.de/de/news-leser/massenzug-der-kraniche-bis-in-die-nacht.html (Kraniche)

http://www.naju-wiki.de/index.php/Vogelzug (Allgemeine Infos)

http://ifv-vogelwarte.de/das-institut/forschung/vogelzug.html (Zugvogelforschung)

http://www.orn.mpg.de/ICARUS_de (Zukunft der Zugvogelforschung)

http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/beobachten/rueckkehr-der-zugvoegel (Monats-Zugvögel)

http://www.ornitho.de (Nachverfolgung aktueller Zugereignisse)

Schlittschuhlaufen in den Rieselfeldern

Es ist kalt. Für viele bereits zu kalt. Auch viele Vögel haben bereits das Weite gesucht. Doch einige bleiben hier und gerade diese haben es im Moment auch in den Rieselfeldern sehr schwer. Bei gefrorenem Wasser und gefrorenem Boden fehlt ihnen der Zugang zur Nahrung. Das heißt, dass sie wenige Energiereserven haben, die bei einer möglichen Flucht vor Besuchern auch noch unnötig verbraucht werden. Wasserrallen und Teichhühner gehören zu denen, die sich gerne im Schilf am Rande auch der zugefrorenen Flächen verstecken. Bartmeisen suchen noch nach Samen an den Fruchtständen des Altschilfes. Daher besteht die große Sorge der Mitarbeiter der Biologischen Station Rieselfelder Münster, dass die Beunruhigung durch viele Besucher den „Daheimgebliebenen“ sehr zusetzen wird. Dazu gehören auch weitere gefährdete Vogelarten wie die Rohrdommel, die als Wintergast im Schilf der Rieselfelder lebt.

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Die Wasserralle, im Vergleich den anderen Rallen (zu denen auch das Blässhuhn und Teichhuhn zählen) am längeren Schnabel gut zu erkennen. Foto: Alfred Steins.

Der Winterspass sollte nicht ohne Rücksicht auf die Umgebung erfolgen. Das Eislaufen selbst ist eher unproblematisch nur das „Drummherum“ wie das Betreten der Schilfgürtel, Wildparker, Müll und einfach zu viele Menschen für das Naturschutzgebiet machen Probleme.

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Viele Menschen waren im Februar 2012 unterwegs. Es war auch nur ein Wochenende, doch viele Brutplätze waren infolge das ganze Jahr gestört. Das zertrampelte Schilf fehlte vielfach als Sichtschutz oder gar als Brutplatz.

Die Biologische Station weist ausdrücklich darauf hin, dass nach Naturschutzrecht, das Verlassen der Wege in den Rieselfeldern daher verboten ist. Es wird gebeten, die Schilfgürtel nicht zu betreten und sich keine neuen Zuwege zu den Flächen zu suchen. Auch die gesperrten Wege sind natürlich tabu.Einige Tiefwasserflächen sind nur sehr dünn vereist. Dort besteht Einbruchsgefahr. Die Dämme und Ufer der beiden Stauteiche sind ebenfalls nicht zu betreten. Auf den Stauflächen selbst trägt das Eis nicht. Die Stauflächen haben im Tagesverlauf unterschiedliche Stauhöhen. Dadurch gibt es unter dem Eis, dieser nur randlich gefrorenen Wasserflächen, Hohlräume. Die Einbruchsgefahr ist hier besonders groß.

Das Parken entlang der „Coermühle“ und dem „Hessenweg“ ist nach der Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt, da es sich um eine Straße außerhalb geschlossener Ortschaften handelt. An der Biologischen Station gibt es Faltblätter mit einer Gebietskarte und eingetragenen Parkplätzen. Die Parkplätze sind am Rieselfeldhof, Coermühle 100 hinter der Gaststätte Heidekrug, an der Biologischen Station, Coermühle 181 und am Anfang der Straße „Wöstebach“. Einen 10Minütigen Fußweg muss man auch in Kauf nehmen – dies ist unbedingt zumutbar.

Die Zuwegungen zu den Fütterungseinrichtungen an den Rinderweiden dürfen auch nicht zugestellt werden, da die Rinder bei diesen Temperaturen zusätzlich gefüttert werden. Ein Tracktor mit Silageballen muss da noch durchpassen. Chaotische Zustände mit zahllosen Wildparkern wie 2012 gilt es zu vermeiden. Damals mußte die Polizei die Straße „Coermühle“ am Nachmittag sperren, zur Einbahnstraße erklären und die wild parkenden Autofahrer einzeln herauslotsen.

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5. Februar 2012 um 12 Uhr – und es kam noch schlimmer.

Die Rieselfelder sind ein europäisches Vogelschutzgebiet, ein Feuchtgebiet internationaler Bedeutung, ein Europareservat und ein Naturerlebnisgebiet für naturbegeisterte Erholungssuchende und kein Massenvergnügungsplatz.

Februar – Vogelliste

Im Januar war es bereits recht warm und einige Frühjahrsblüher zeigten vereinzelt bereits bunte Blüten. Auch bei den Vögeln in den Rieselfelder kehrte zeitweise schon der Frühling ein und man konnte bei einigen kräftiges Balzverhalten erkennen und sogar Gesänge ertönten zur frühen Morgenstunde. Es hat in den vergangenen zwei Wochen die ersten Kranichzüge – auch Nachtzüge – in Richtung Nordosten gegeben.

Zum Ende nun hält nochmal der Winter Einzug und zeigt sich von seiner frostigen Seite. Dennoch sind zur Zeit noch viele Flächen offen und das Eis nicht sonderlich dick, da tagsüber die wärmende Sonne Boden und Wasserflächen zum Teil auftauen läßt und der Wind die Eisbildung behindert.

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Februar am Großen Stauteich

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

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In einem Graugrans-Trupp auf einer Rieselfeld-Weide entdeckt: D15; Foto: Knut Rickhoff

Seit 8. Februar ist auch eine besenderte Graugans in unserer Region unterwegs. Nach einigen Ausflügen in die Ems-Aue und die Angel-Aue kehrte sie aber immer wieder in die Rieselfelder zurück. Über den Link http://www.blessgans.de/index.php?id=676 kann man ihre Zugwege verfolgen. Sie wurde 2016 am Dümmer besendert. Eine ebenso markierte Gans (D70) hatten wir am 28. Januar an der Weser entdeckt. Diese wurde allerdings in Schweden besendert.