Viele Insekten, viele Vögel

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Graugänse lieben die Pflanzen im Verlandungsbereich und vor allem frisches Gras im Grünland. Die Rieselfelder weisen etwa 100 ha Grünland auf.

Die Hitliste der häufigsten Vögel in den Rieselfeldern wird derzeit mit über 900 Individuen angführt von der Graugans gefolgt von etwa 800 Schnatterenten und 700 Staren. Mit 290 ist auch die Anzahl der zu beobachtenden Kiebitze bemerkenswert. Sie entspricht in etwa dem Vorjahr zur gleichen Zeit. Im September sollten es jedoch noch mehr werden. Im Vorjahr waren es in der zweiten Septemberhälfte etwa 480 Kiebitze. Vor zehn Jahren (2011) rasteten im September noch mehr als 1300 Kiebitze in den Rieselfeldern. Die Zahlen repräsentieren Maxima der Tageszählungen.  Dies kennzeichnet den bereits bekannten dramatischen Rückgang des Kiebitzes in unserer Kulturlandschaft. Bei den Insekten sieht es ähnlich dramatisch aus, nur dass dies meist aus Unkenntnis über die Artenfülle der Insekten nicht so auffällt.

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Kiebitze lieben die Schlammbänke und schlammigen Uferbereiche. Gerne ruhen sie sich im flachen Wasser stehend aus. Auch die Grünlandbereiche werden gerne angeflogen, sofern das Gras noch nicht zu hochwüchsig ist. Foto: Michaela Stenz.

Wer etwas mehr über Insekten kennen lernen möchte,  ist in den Familien-Naturerlebnisprogrammen mit Dr. Giselheid Reding gut aufgehoben. Am Montag den 9. August stellt die Biologin von 10 Uhr bis 12 Uhr in der Veranstaltung „Ritter in glänzender Rüstung“ Käfer vor. Am Dienstag zur gleichen Zeit richtet sie ihr Augenmerk in dem Programm „Die phantastischen Sinne der Tiere“ auf die Sinneswahrnehmung. Auch dabei werden unter anderem einige Insekten vorgestellt. Das auch im Wasser einige Insekten oder zumindest ihre Larven zu Hause sind, erfährt man am Mittwoch von 10 Uhr bis 12 Uhr in der Kescherveranstaltung „Wassergetier“. Mit etwas Glück geht vielleicht auch ein besonderer „Insektenfreund“ ins Netz – ein Wasserfrosch. Andere Insekten verzehrende Arten können auch am Mittwoch Abend von 21 Uhr bis 23 Uhr gesehen werden. Bei der Führung „Vom Tag zur Nacht“ werden je nach Witterung auch einige Fledermäuse bei der Insektenjagd zu beobachten sein. Und weil die Rieselfelder noch immer sehr insektenreich sind, sollte man bei einem Besuch den Insektenschutz nicht vergessen.

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Auch ein Ritter in glänzender Rüstung – der Blutrote Schnellkäfer. Er ist häufig auf Doldenblütlern wie zum Beispiel Wiesenkerbel, Wiesenbärenklau oder Wilde Möhre vor allem in Gebüsch- oder Waldnähe zu beobachten. Foto: Michaela Stenz.

Eine Anmeldung zu den kostenpflichtigen Angeboten ist bis zum Vortag um 12 Uhr unter der Rufnummer 0251 /161760 erforderlich. Die Anmeldung für die Montags-Führung muss bis Freitag 12 Uhr erfolgen. Alle Programme starten am Rieselfeldhof, Coermühle 100, hinter der Gaststätte „Heidekrug“.