Beginn der Zugsaison und Veranstaltungen

die Hochzeit der Zugsaison sind sicherlich die Monate August und September, aber es gibt auch jetzt bereits Zugbewegungen, die durch das häufigere Auftreten einiger Watvogelarten in den Rieselfeldern zu beobachten sind. So können zum Beispiel regelmäßig etwa zehn Waldwasserläufer im Juli in den Rieselfeldern gezählt werden.

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Ende August gibt es die meisten Waldwasserläufer auf dem „Herbstzug“ in den Rieselfeldern zu sehen. 2020 waren es ca. 20 Waldwasserläufer. Auf dem Frühjahrszug waren es sogar über 30 Waldwasserläufer im April. Die Zahlen zu der Rastbestandserfassung werden in den Jahresberichten der Biologischen Station Rieselfelder Münster veröffentlicht. Foto: Hauke Roy.

Nicht alle werden auf dem Großen Stauteich zu sehen sein, doch ist der Große Stauteich sicherlich die erste Adresse für viele Watvogelarten. Bei milder Witterung ist es möglich, dass auch noch in den Wintermonaten einzelne Waldwasserläufer in den Rieselfeldern zu Gast sind. Auch steigt die Zahl der zu beobachtenden Kiebitze wieder an. Obwohl der Bruterfolg in den Rieselfeldern mit nur einer gesicherten und erfolgreichen Brut für den Kiebitz sehr gering ausfällt, fliegen über 200 Kiebitze vor allem am Großen Stauteich ihre Runden und sammeln Nahrung aus dem Schlamm und von den Uferbänken.

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Der Waldwasserläufer ist von der Schwanz- bis zur Schnabelspitze 21 – 24 cm lang und steht gerne zwischen anderen auf dem Großen Stauteich rastenden Vögeln. Im Hintergrund steht eine Lachmöwe im Flachwasser. Foto: Hauke Roy.

Einige Vogelarten kommen auch erst am Abend eingeflogen, weil für sie der Große Stauteich ein sicherer Schlafplatz ist oder weil das weitläufige Schilf Schutz vor Feinden gewährt. Mit Einbruch der Dämmerung ändert sich die Erlebnisstimmung in den Rieselfeldern auch für die zweibeinigen flügellosen Besucherinnen und Besucher. Es wird leiser und ungewöhnliche Laute sind ab und an zu hören. Besonders gut kann man diese Stimmung bei der Veranstaltung „Vom Tag zur Nacht“ am Donnerstag den 29. Juli von 21 Uhr bis 23 Uhr nachvollziehen. Die Biologin Dr. Giselheid Reding gibt hierzu Familien mit Kindern ab acht Jahren vielfache Informationen zu dem Leben in der Dämmerung. Mit nützlichen Tieren beschäftgt sich Frau Dr. Reding am Freitag, 30. Juli, von 10 Uhr bis 12 Uhr in dem Familienprogramm „Von Bienen und anderem nützlichen Getier“. Die Veranstaltung ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Bei beiden Veranstaltungen zahlen Erwachsene  sieben Euro und Kinder fünf Euro für die Teilnahme. Am Sonntag den 1. August ab 10 Uhr leitet der Naturführer Udo Wellerdieck eine erlebnisreiche fünf- bis sechsstündige Radwanderung für Jedermann mit dem Titel „Zwei Seiten der Ems“. Die Teilnahmegebühr beträgt zehn Euro pro Person. Startpunkt für alle Veranstaltungen ist der Rieselfeldhof, Coermühle 100, hinter der Gaststätte Heidekrug. Für alle Angebote ist eine Anmeldung bis 12 Uhr am Vortag der Veranstaltung unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich. Anmeldeschluß für die Sonntags-Radwanderung ist Freitag 12 Uhr.

Lebensraum Teich erkunden

Über 90 Wasserflächen werden in den Rieselfeldern aktiv mit dem Wasser aus dem Großen Stauteich bewässert. Diese Wasserflächen halten allerlei Leben bereit, das letztendlich auch einen Großteil der Speisekarte der hier brütenden und rastenden Vögel bildet.

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Der Eisvogel – der bunteste heimische Vogel – hat in den Rieselfeldern keine Probleme kleine Fische, wie zum Beispiel hier den Stichling, zu fangen. Das flache Wasser der Rieselfeldparzellen bietet genügend Lebensraum und Nahrung für Stichlinge. Foto: Ralf Worrmann.
An zwei Schaubiotopen kann diese Lebenswelt im Teich unter Anleitung erkundet werden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele der Umweltbildungsveranstaltungen der Biologischen Station Rieselfelder Münster an und um diese Schaubiotope stattfinden. In der Ferienzeit gibt es fast jeden Tag eine Naturerlebnis-Veranstaltung.
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Junger Zwergtaucher mit Stichling. Foto: Thomas Sauter.

 

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Auch Frösche fangen ist in den Rieselfeldern keine Kunst aber was dann… Der Graureiher hat sich einen Seefrosch geschnappt. Bis es ihn runtergewürgt hat ist es bei dieser Größe durchaus noch ein wenig Arbeit. Foto: Michaela Stenz.

Am Donnerstag den 15. Juli begleitet von 10 Uhr bis 13 Uhr die Biologin und Naturpädagogin Bea Niederau das Programm „Frosch und Co. und Wasserexperimente“. Die Veranstaltung „Wassergetier“ schließt sich am Freitag den 16. Juli von 15 Uhr bis 17 Uhr unter der Leitung der Biologin Giselheid Reding an. Beide kostenpflichtige Angebote finden am Schaubiotop des Rieselfeldhofes, Coermühle 100, hinter der Gaststätte „Heidekrug“ statt.

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Wat- und Wiesenvögel lieben eher kleinere Tiere als Beute. Hier hat sich eine Uferschnepfe eine Zuckmückenlarve geschnappt. Foto. Michaela Stenz.

Eine Anmeldung ist bis zum Vortag der Veranstaltung um 12 Uhr unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich.

An dieser Stelle auch mal ein herzliches „Dankeschön!“ an die Naturfotografinnen und Naturfotografen, die uns immer wieder tolle Motive zur Verfügung stellen. Wir veröffentlichen nur Fotos von Fotografinnen und Fotografen, die sich korrekt verhalten und den Abstand zu den Tieren nur mit großen Brennweiten oder manchmal einem Makroobjektiv überbrücken und auf den Wegen bzw. in den Hütten bleiben.