Volksinitiative Artenvielfalt NRW

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„Insekten retten – Artenschwund stoppen“

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND – sammelt Unterschriften für Volksinitiative Artenvielfalt NRW.

Auch der Verein Biologische Station Rieselfelder Münster e.V. unterstützt als Mitglied der Landesgemeinschaft Natur und Umwelt NRW (LNU) die im Juli 2020 gestartete landesweite „Volksinitiative Artenvielfalt NRW“.

Ab Donnerstag, den 6.8.2020  (immer von Montag bis Freitag, jeweils von 9 Uhr bis 12 Uhr) sammeln Aktive Unterschriften in der Biologischen Station Rieselfelder Münster, Coermühle 181 sowie am 9.8.2020 (und jeden weiteren Sonntag) ab 12 Uhr in der Ausstellung Coermühle 100 in 48157 Münster.

„Die Artenvielfalt auf dem Land aber auch in unseren Städten und Gemeinden muss endlich konsequent geschützt und verbessert werden“, sagte der Sprecher der BUND-Gruppe Münsterland und Leiter der Biologischen Station Rieselfelder Münster, Michael Harengerd. „Wir wollen unseren Kindern und Enkelkindern einen lebenswerten Planeten hinterlassen. Dabei appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mit ihrer Unterschrift für ein lebenswertes Nordrhein-Westfalen einzusetzen.“

Die Volksinitiative Artenvielfalt wurde durch die NRW-Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) ins Leben gerufen, um eine landesweite Kampagne zum Erhalt der Artenvielfalt in NRW durchzuführen. Ziel der Initiative unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ ist es, konkrete Handlungsvorschläge zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in den NRW-Landtag einzubringen und das Land so zu mehr Natur- und Artenschutz zu bewegen. Eine Übersicht über die weiteren Unterstützer*innen der Volksinitiative findet man auf der Webseit:

www.artenvielfalt-nrw.de.

 

Nun sollen in den nächsten Monaten mindestens 66.000 Unterschriften gesammelt werden. Dann muss sich der NRW-Landtag mit der Volksinitiative beschäftigen. In acht zentralen Handlungsfeldern fordern die Naturschützer einen deutlichen Politikwechsel. Konkret fordern sie einen Stopp des Flächenfraßes, mehr Waldflächen ohne Nutzung, die Ausweitung des Biotopverbundes und die Ausweisung eines Nationalparks Senne. Auch müssten der ökologische Landbau deutlich ausgeweitet, ein Verbot chemisch-synthetischer Pestizide in Naturschutzgebieten durchgesetzt und die Gewässer und Auen wirksamer geschützt werden.

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Ein Admiral auf einer Wasserdost – Hochstaude. Noch ein häufiger Anblick in den Rieselfeldern.

„Inzwischen sind 45 Prozent der Arten in NRW bedroht. Der dramatische Rückgang vieler Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten duldet keinen Aufschub mehr“, so Harengerd. „Auch hier im Münsterland sieht es nicht besser aus, wenn man an die fortdauernden Straßenneubaupläne (B 51!) oder die mehr als 50% Maisanbaufläche im Kreis Borken denkt. Mit der Volksinitiative Artenvielfalt wollen wir uns deshalb bewusst im Kommunalwahlkampf bemerkbar machen.“

Auch vor Ort muss sich die Politik daran messen lassen, was sie für ein lebenswertes Münsterland tut.

Mehr Informationen:

www.artenvielfalt-nrw.de,

www.bund-muensterland.de