Willkommen in den Rieselfeldern!

Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu unserer Internetpräsenz gefunden haben. Auf diesen Seiten möchten wir – das sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Biologischen Station – Ihnen Neuigkeiten und Informationen rund um das Europareservat Rieselfelder Münster und seine zahlreichen tierischen und verwurzelten Bewohner präsentieren. Aktuelle Veranstaltungs-Hinweise finden Sie unter dem Unterpunkt „Veranstaltungen“.

Wir hoffen, dass wir Sie für den Naturschutz und natürlich für die Rieselfelder begeistern können!

Mai – Vogelliste

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Die Gänse sind nun in Familien-Verbänden unterwegs. Zum Teil bilden auch zwei bis drei Familien eine Art „Kindergarten“. Im Vordergrund: Nilgänse.

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

April-Vogelliste

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Im April bilden sich die Lachmöwen-Kolonien. Ihre nie verstummenden Rufe befördern das „Nordsee-Feeling“ in den Rieselfeldern.

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

März – Vogelliste

Der März war bisher erstaunlich kühl mit stärkeren Frostperioden in der ersten Monatshälfte. Die Flachwasserteiche und auch Randlagen der Stauteiche froren über Nacht zu. Zeitweise tauten sie auch tagsüber nicht ganz auf.

Dennoch sind die Zugvögel auf ihrem Weg und es konnten heimkehrende Uferschnepfen, Kiebitze und Große Brachvögel beobachtet und gehört werden.

Ein Highlight war bisher vor allem die Rast von bis zu 18 Goldregenpfeifern, die vor allem auf der 16er Wiese und 18er Weide zu beobachten waren.

Auch Kraniche zogen über die Rieselfelder hinweg und machten zum Teil auch ein kurze Rast über Nacht.

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In der Nacht vom 5. auf den 6. März rasteten ca. 220 Kraniche auf dem Großen Stauteich und flogen morgens um 7:30 Uhr weiter Richtung Nordosten.

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

Start in die Zugvogel-Zeit 2018

Eine der meistgestellten Fragen von Besucherinnen und Besuchern ist: „Wann kann man die meisten Vögel in den Rieselfeldern beobachten?“ Die wohlgefällige Antwort ist dann regulär: „Zu den Zugzeiten.“ Aber wann sind diese Zugzeiten eigentlich?

Diese ist von Vogelart zu Vogelart durchaus verschieden und kann jedes Jahr durch die jeweilige Wetterlage zur Zugzeit beeinflusst werden. Auch innerhalb einer Art kann es größere Spannen und individuelles Verhalten geben. Und in den letzten Jahren zeichnen sich Trends ab, dass einige Arten bedingt durch den Klimawandel deutlich früher in die Brutgebiete zurückkehren als noch vor einigen Jahren.

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Kraniche mit „Zugbegleiter“. Wahrscheinlich ein Wanderfalke der die Kraniche als Zeiger für Thermik nutzt.

Die Kraniche sind die ersten auffälligen Rückkehrer aus den Überwinterungsgebieten. Der Kranichzug setzt meist bereits Ende Februar ein. Die spektakulärsten Zugtage in dieser Saison waren bisher sicherlich der letzte Samstag (03.03.2018) und Sonntag (04.03.2018) mit ca. 45 000 Kranichen über Nordrhein-Westfalen. Der Kranich gehört zu den Langstreckenziehern. Nur selten landet er in den Rieselfeldern. Vom 5. auf den 6. März allerdings nächtigten hier ca. 220 Kraniche, die um 7:50 Uhr am Dienstag wieder nach Nordosten aufbrachen.

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6. März 7:50 Uhr: Ca. 220 Kraniche starten vom Großen Stauteich in Richtung Nordosten

Im März ist einer der Höhepunkte des Vogelzuges. Aktuell gibt es bereits die ersten Sichtungen von Brachvögeln im Münsterland und es zeigte sich auch die erste Uferschnepfe in den Rieselfeldern. Bis in den April ziehen hier die Arten durch. Auch im Mai kehren erst manche Rohrsängerarten und auch die letzten Schwalben wieder heim.

Die ersten Störche sind bereits wieder auf den Nisthilfen in den Rieselfeldern zu sehen, die letzten Nachzügler kommen vielleicht erst Anfang April.

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2018 nun zum fünften Mal: Weißstörche auf der Gaststätte „Heidekrug“

Im Juli startet dann bereits wieder der Rückzug der Vögel in ihre Winterquartiere. Dieser dauert für gewöhnlich länger und findet meist in Etappen statt. Bis Oktober haben schon viele Vögel unsere Region wieder verlassen. Die Kraniche allerdings überfliegen erst Ende Oktober oder Anfang November die Rieselfelder auf ihrem Weg in den Süden. In diesem Jahr gab es sogar im Januar noch Zugbeobachtungen und über 9000 Kraniche versuchten in der Diepholzer Moorniederung zu überwintern.

Bleiben also nur noch die Monate Juni und Dezember die außerhalb der eigentlichen Zugzeiten liegen. Aber selbst im Juni gibt es einen Zwischenzug der Kiebitze und im Dezember auch noch ziehende Bläss- und Saatgänse. Selbst in dieser Zeit haben die Rieselfelder dennoch einiges an Arten zu bieten. In milden Wintern sind es immer noch ca. 100 Vogelarten und im Juni bereichern die Brutvögel mit ihrem Nachwuchs die Rieselfelder. Es gibt einfach keine schlechte Zeit für die Vogelbeobachtung in den Rieselfeldern – dass macht sie auch so wertvoll.

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Kiebitze sind heutzutage meist ganzjährig in den Rieselfeldern zu sehen. Die größte Anzahl wird im September gezählt.

 

Interessante Zugvogel-Links:

http://www.bund-dhm.de/01_htm/204_aktuell.htm (Kraniche)

https://www.kraniche.de/de/news-leser/massenzug-der-kraniche-bis-in-die-nacht.html (Kraniche)

http://www.naju-wiki.de/index.php/Vogelzug (Allgemeine Infos)

http://ifv-vogelwarte.de/das-institut/forschung/vogelzug.html (Zugvogelforschung)

http://www.orn.mpg.de/ICARUS_de (Zukunft der Zugvogelforschung)

http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/beobachten/rueckkehr-der-zugvoegel (Monats-Zugvögel)

http://www.ornitho.de (Nachverfolgung aktueller Zugereignisse)

Schlittschuhlaufen in den Rieselfeldern

Es ist kalt. Für viele bereits zu kalt. Auch viele Vögel haben bereits das Weite gesucht. Doch einige bleiben hier und gerade diese haben es im Moment auch in den Rieselfeldern sehr schwer. Bei gefrorenem Wasser und gefrorenem Boden fehlt ihnen der Zugang zur Nahrung. Das heißt, dass sie wenige Energiereserven haben, die bei einer möglichen Flucht vor Besuchern auch noch unnötig verbraucht werden. Wasserrallen und Teichhühner gehören zu denen, die sich gerne im Schilf am Rande auch der zugefrorenen Flächen verstecken. Bartmeisen suchen noch nach Samen an den Fruchtständen des Altschilfes. Daher besteht die große Sorge der Mitarbeiter der Biologischen Station Rieselfelder Münster, dass die Beunruhigung durch viele Besucher den „Daheimgebliebenen“ sehr zusetzen wird. Dazu gehören auch weitere gefährdete Vogelarten wie die Rohrdommel, die als Wintergast im Schilf der Rieselfelder lebt.

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Die Wasserralle, im Vergleich den anderen Rallen (zu denen auch das Blässhuhn und Teichhuhn zählen) am längeren Schnabel gut zu erkennen. Foto: Alfred Steins.

Der Winterspass sollte nicht ohne Rücksicht auf die Umgebung erfolgen. Das Eislaufen selbst ist eher unproblematisch nur das „Drummherum“ wie das Betreten der Schilfgürtel, Wildparker, Müll und einfach zu viele Menschen für das Naturschutzgebiet machen Probleme.

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Viele Menschen waren im Februar 2012 unterwegs. Es war auch nur ein Wochenende, doch viele Brutplätze waren infolge das ganze Jahr gestört. Das zertrampelte Schilf fehlte vielfach als Sichtschutz oder gar als Brutplatz.

Die Biologische Station weist ausdrücklich darauf hin, dass nach Naturschutzrecht, das Verlassen der Wege in den Rieselfeldern daher verboten ist. Es wird gebeten, die Schilfgürtel nicht zu betreten und sich keine neuen Zuwege zu den Flächen zu suchen. Auch die gesperrten Wege sind natürlich tabu.Einige Tiefwasserflächen sind nur sehr dünn vereist. Dort besteht Einbruchsgefahr. Die Dämme und Ufer der beiden Stauteiche sind ebenfalls nicht zu betreten. Auf den Stauflächen selbst trägt das Eis nicht. Die Stauflächen haben im Tagesverlauf unterschiedliche Stauhöhen. Dadurch gibt es unter dem Eis, dieser nur randlich gefrorenen Wasserflächen, Hohlräume. Die Einbruchsgefahr ist hier besonders groß.

Das Parken entlang der „Coermühle“ und dem „Hessenweg“ ist nach der Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt, da es sich um eine Straße außerhalb geschlossener Ortschaften handelt. An der Biologischen Station gibt es Faltblätter mit einer Gebietskarte und eingetragenen Parkplätzen. Die Parkplätze sind am Rieselfeldhof, Coermühle 100 hinter der Gaststätte Heidekrug, an der Biologischen Station, Coermühle 181 und am Anfang der Straße „Wöstebach“. Einen 10Minütigen Fußweg muss man auch in Kauf nehmen – dies ist unbedingt zumutbar.

Die Zuwegungen zu den Fütterungseinrichtungen an den Rinderweiden dürfen auch nicht zugestellt werden, da die Rinder bei diesen Temperaturen zusätzlich gefüttert werden. Ein Tracktor mit Silageballen muss da noch durchpassen. Chaotische Zustände mit zahllosen Wildparkern wie 2012 gilt es zu vermeiden. Damals mußte die Polizei die Straße „Coermühle“ am Nachmittag sperren, zur Einbahnstraße erklären und die wild parkenden Autofahrer einzeln herauslotsen.

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5. Februar 2012 um 12 Uhr – und es kam noch schlimmer.

Die Rieselfelder sind ein europäisches Vogelschutzgebiet, ein Feuchtgebiet internationaler Bedeutung, ein Europareservat und ein Naturerlebnisgebiet für naturbegeisterte Erholungssuchende und kein Massenvergnügungsplatz.

Februar – Vogelliste

Im Januar war es bereits recht warm und einige Frühjahrsblüher zeigten vereinzelt bereits bunte Blüten. Auch bei den Vögeln in den Rieselfelder kehrte zeitweise schon der Frühling ein und man konnte bei einigen kräftiges Balzverhalten erkennen und sogar Gesänge ertönten zur frühen Morgenstunde. Es hat in den vergangenen zwei Wochen die ersten Kranichzüge – auch Nachtzüge – in Richtung Nordosten gegeben.

Zum Ende nun hält nochmal der Winter Einzug und zeigt sich von seiner frostigen Seite. Dennoch sind zur Zeit noch viele Flächen offen und das Eis nicht sonderlich dick, da tagsüber die wärmende Sonne Boden und Wasserflächen zum Teil auftauen läßt und der Wind die Eisbildung behindert.

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Februar am Großen Stauteich

Die Vogelliste (auf das Bild klicken) wird aus den Ergebnissen der Vogelzählungen generiert. Die Vogelzählung umfasst jedoch nur die feuchtgebietstypischen und seltenen Arten, die Arten, die die Rieselfelder so besonders machen.

Daher umfassen die Beobachtungen in anderen Foren zum Teil mehr Arten als hier dargestellt.

Die Biologische Station gibt nur die Arten an und nicht den Ort ihrer Beobachtung, um einen zu starken Zustrom von Beobachtern und Fotografen gerade auf selten vorkommende Arten nicht zu befördern.

Dies würden wir uns auch von anderen Foren aus Gründen des Vogelschutzes wünschen.

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In einem Graugrans-Trupp auf einer Rieselfeld-Weide entdeckt: D15; Foto: Knut Rickhoff

Seit 8. Februar ist auch eine besenderte Graugans in unserer Region unterwegs. Nach einigen Ausflügen in die Ems-Aue und die Angel-Aue kehrte sie aber immer wieder in die Rieselfelder zurück. Über den Link http://www.blessgans.de/index.php?id=676 kann man ihre Zugwege verfolgen. Sie wurde 2016 am Dümmer besendert. Eine ebenso markierte Gans (D70) hatten wir am 28. Januar an der Weser entdeckt. Diese wurde allerdings in Schweden besendert.

 

Stauteich wieder angestaut

Es ist kalt und friert. Gut dass die Reparatur am Wehr des Großen Stauteichs soweit vorangebracht wurde, dass er zum vergangenen Wochenende wieder angestaut werden konnte. Das warme Klarwasser aus dem Hauptklärwerk in Coerde sorgt seit Anfang Februar wieder für eisfreie Bereiche auf der größten Wasserfläche der Rieselfelder.

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Sonnenuntergang am Großen Stauteich

Somit steht auf jeden Fall noch offenes Wasser für die hier rastenden Wasservogel-Bestände zur Verfügung.

Großer Stauteich abgelassen

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Das Stauwehr am Großen Stauteich bedarf einer weiteren Reparatur, deshalb ist der Große Stauteich voraussichtlich noch bis Ende kommender Woche abgelassen. Die normaler Weise hier rastenden und Nahrung suchenden Vögel können sich derweil auf die über 90 Bewässerungsflächen im Gebiet verteilen.

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Reparaturen am Stauteich können nur außerhalb von Frostperioden durchgeführt werden, damit die Vögel diese Ausweichmöglichkeit auf andere offene Gewässer haben. Auch sollten die Wartungs- und Reparaturarbeiten außerhalb der Brutsaison erfolgen, damit Fuchs und Marder nicht die Nester auf den Inseln ausrauben können. Über den Wiederanstau wird die Biologische Station auf ihrer Internetseite informieren.

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Blick vom Stauwehr in Richtung zum Aussichtsturm. Im Hintergrund ist die Mülldeponie erkennbar.

Kraniche über Münster (aktualisiert)

Sonntag, 7. Januar und Montag, 8. Januar:

Nun endlich! Im November und Dezember ging der Kranichzug Richtung Süden/Südwesten eher stotternd über Münster hinweg, zumeist ging er sogar weiter östlich am Münsterland vorbei. Sonntag und Montag, 7. und 8. Januar waren die Kraniche mit vielen kleineren und einigen größeren Zügen über Münster zu sehen und zu hören. Aufgrund der Zugzeiten läßt sich vermuten, dass sie morgens aus der Diepholzer Moorniederung gestartet waren. Die meisten Beobachtungen erfolgten zwischen 10 Uhr und 14 Uhr. Es liegen auch einige wenige Beobachtungen über Züge in der abendlichen Dunkelheit vor.

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Montagshimmel (08.01.2018) über den Rieselfeldern mit Kranichen

Am Sonntag zählten interessierte Himmelsgucker mehr als 3100 Kraniche über dem Münsterland. Ca. 2000 Kraniche konnten am Montag zwischen 11 Uhr und 13:30 Uhr vom Aussichtsturm in den Rieselfeldern aus gesehen werden. Manfred Röhlen, der uns die Zahlen übermittelt hat,  informierte uns über insgesamt ca. 3800 Kraniche aus vielen Sichtungen im Münsterland. Das zeigt auch, welch breiten Zugkorridor man vom Aussichtsturm in den Rieselfeldern aus mit entsprechender Optik überblicken kann.

Dieses späte und vehemente Zugereignis lässt sich vor allem durch die Witterung erklären. Viele Wochen gab es keine Wetter-Situation mit wenigstens wenig oder gar mit Rückenwind für die Kraniche und vielfach war es zu nass. Zudem scheinen die Kraniche in den Bereichen um ihre Schlafplätze in der Diepholzer Moorniederung noch genug Futter gefunden zu haben: vor allem Maiskörner von den zum Teil erst spät oder sogar zum Teil (wegen Unbefahrbarkeit der Moorböden) garnicht abgeernteten Maisfeldern.

Vereinzelt können wir bereits ab Mitte Februar in der Regel Ende Februar / Anfang März mit dem Rückzug nach Norden rechnen. Die besten Brutplätze wollen rechtzeitig besetzt sein.

 

Montag, 18. Dezember: am Sonntag zogen insgeamt ca. 450 Kraniche (Summe der Zugbeobachtungen) über das Münsterland. Allerdings kehrten davon ca. 130 Kraniche am frühen Nachmittag auch bereits wieder zurück (Zugrichtung NW). Heute wurden bei Lotte-Büren 35 Kraniche mit Zugrichtung SW gemeldet. Wir danken Manfred Röhlen, der die Zahlen für „Kranichschutz Deutschland“ zusammenstellt.

Sonntag, 17. Dezember: leichter Kranichzug über dem Münsterland, Sichtungen von einigen wenigen hundert Kranichen auf den Meldeseiten von ornitho.de

Freitag, 1. Dezember: Satz mit x… das war wohl nix. Nebel, zähe Wolken und dabei natürlich auch kein Kranich am Himmel. Ab Mittag gab es sicherlich eine Chance, aber da war es wohl zu spät. Es gibt auch anscheinend noch genug Nahrung. Ein Lohnunternehmer berichtet, dass noch ca. 40 % der Maisernte nördlich des Teutoburger Waldes auf den Feldern steht.  Also: weiter warten auf die letzten Kraniche.

Mittwoch, 29. November: Über Münster sind bisher nicht soviele Kraniche wie in den vergangenen Jahren gezogen. Es sollen jedoch noch einige tausend Kraniche in der Diepholzer Moorniederung nördlich des Teutoburger Waldes rasten. Für Freitag den 1. Dezember sind bisher den ganzen Tag Winde aus nördlichen Richtungen angekündigt. Vielleicht nehmen einige Kraniche diese Gelegenheit für den Zug in Richtung Süden wahr.

Freitag 17. November: trotz vermeintlich guter Witterung kein Kranichzug bis 16:30 Uhr.

Vielleicht gibt es am Freitag, den 17. November wieder die Gelegenheit, Kraniche über dem Münsterland zu beobachten.

Kranichzug am 13. November: mehr als 1000 Kraniche vor allem über dem östlichen Münsterland bzw. Ostwestfalen, 2 Sichtungen im Südosten von Münster (siehe Ornitho.de)

Kraniche, die seit altersher eine besondere Aufmerksamkeit erfahren und vielerorts als Glücksvögel gelten, zogen gestern – am Montag, den 6. November – in mehreren Zügen über Münster.

Vom Aussichtsturm in den Rieselfeldern aus wurden ca. 3200 Kraniche im Zeitraum von 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr gezählt. Diese Zahl gibt jedoch nur einen kleinen Ausschnit vom gestrigen Zuggeschehen über NRW wider.

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Ein großes weit gestrecktes V im blauen Himmel über dem Großen Stauteich: Kraniche auf dem Zug. Die Formationen sind vielfältig. Häufig wird eine 1 beobachtet.

Nach Auskunft von Manfred Röhlen, der die Zahlen für ganz NRW zusammenträgt und auswertet, gab es Meldungen aus fast ganz Nordrhein-Westfalen mit Ausnahme dem äußersten Nordwesten des Bundeslandes. Über dem südlich angrenzenden Nordhessen wurden mehr als 15 000 Kraniche gezählt.

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Kraniche versuchen nach dem Aufstieg in Bereichen mit günstiger Thermik wieder eine Formation zu finden

Das Wetter war günstig. Eine kalte Nacht sorgte sicherlich für den Anreiz nun aufzubrechen. Schwache Winde aus zunächst günstigen Richtungen waren sicherlich ein weiteres Argument für diesen größeren Aufbruch. Als die Bewölkung am Nachmittag zunahm, sonderten sich bei einem Zug etwas über 90 Kraniche ab und flogen wieder zurück in Richtung Rastplatz „Diepholzer Moorniederung“.

Es ist schon ein berührendes Erlebniss, wenn man die vielen Züge sieht und hört verbunden mit der Hoffnung, dass man gleiches im Februar / März wieder auf dem Rückzug mitbekommt. Dazu gab es gestern noch das brilliante Herbstwetter bei bereits fortgeschrittener bunter Herbstbelaubung von Sträuchern und Bäumen.

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Rieselfeld-Herbst

Heute hängt der Nebel zunächst hartnäckig tief. Wenn er sich lichtet besteht die Chance, dass wir heute nochmal ähnliches erleben können. Es sind sicherlich noch nicht alle Kraniche durchgezogen.

Übrigens ziehen nicht nur die Kraniche. Auch Blässgänse machten sich auf den Weg in den Südwesten. 14 Bekassinen konnten gestern auf dem Großen Stauteich rastend beobachtet werden. Zudem zogen viele Drosseln durch.

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Graugänse vom Turm aus gesehen im Rieselfelder Wolkenhimmel

Manfred Röhlen und den anderen Beobachtern sowie der Beobachter-Plattform „ornitho.de“ ein Dankeschön für die Bereitstellung der Zahlen.

Lohnenswerte Kranich-Adressen im Internet sind zudem die Seiten vom „BUND in der Diepholzer Moorniederung“ und von „Kranichschutz Deutschland“.

Einen Bericht zu einer Fahrt zu den Kranichrastplätzen in der Diepholzer Moorniederung am 29. Oktober finden Sie auf den Seiten unseres „Freundes und Förderkreises“.

 

Stauteiche wieder angestaut

Der Große und Kleine Stauteich in den Rieselfeldern waren einige Tage für notwendige Pfegearbeiten abgelassen.  Die Mitarbeiter der Biologischen Station nutzten die Zeit, um elf Inseln von Aufwuchs zu befreien. Damit stehen die Inseln auch im kommenden Jahr wieder als geschützte Brutbereiche zur Verfügung. Zudem wurde eine Brutwand für Uferschwalben (links im Bid) wieder hergerichtet, in der Hoffnung, dass sich dort Uferschwalben auch ansiedeln werden.

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Von der Beobachtungshütte am Einlauf des Klarwassers der Kläranlage in den Großen Stauteich kann man nun nach dem Weiden-Schnitt wieder größere Bereiche am Südufer einsehen.

Allerdings muss man bei derartigen Projekten auch „längeren Atem“ beweisen. So stellten Vereinsmitglieder die ersten Storchennisthilfen bereits 1979 in den Rieselfeldern auf. Der erste Brutversuch der Weißstörche konnte jedoch erst 2002 verzeichnet werden, die erste erfolgreiche Brut gelang 2003.

Zudem fielen einige Weidengehölze und Birkenaufwuchs am Südostufer den Motorsägen zum Opfer, damit aus der benachbarten Beobachtungshütte zum einen man die Uferschwalbenwand besser einsehen kann und zum andern auch mehr Uferlinie von der Hütte aus zu überblicken ist. Außerdem sind diese Bereiche für die Vogelwelt offen zu halten, so dass höher aufwachsende Gehölze auch aus diesem Grund beseitigt werden sollen. Holunderbüsche blieben verschont, da sie als Nahrungsquelle besonders wertvoll sind und an anderer Stelle alte Holunderbüsche stellenweise wegen Überalterung ausfallen.

Im kommenden Jahr wird der Stauteich bei geeigneter Witterung noch einmal kurz abgelassen, um eine notwendige Wehrreparatur durchzuführen. Ein Ersatzteil konnte hierfür nicht rechtzeitig zu diesem Termin geliefert werden.